Montag, Februar 27, 2017

Gender-Bäuerchen und unsichtbare Männer – News vom 27. Februar 2017

1. Ein Fundstück aus der Berliner Zeitung:

Bereits im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag hatte der neue Senat durchgängig das Gender-Sternchen gebraucht. Nicht wenige Politiker haben inzwischen bereits begonnen, mit einer Kunstpause in der Wortmitte das Gender-Sternchen gewissermaßen auch in mündlicher Rede zu verwenden. Spötter sprechen deshalb vom "Gender-Bäuerchen".




2. Die Liberalen in Chemnitz protestieren dagegen, dass die rot-rot-grüne Stadtratsspitze kaum dringendere Probleme zu sehen scheint, als immer mehr Straßen nach Frauen zu benennen.

Der FDP-Kreisvorsitzende Wolfgang Meyer (68) findet die Forderungen lachhaft: "Die Gewichtung männlicher und weiblicher Straßennamen führt gerade in einem Wahljahr nicht zur Förderung der Glaubhaftigkeit und Akzeptanz von Politik. Für mich gehört dieser Antrag in die Kategorie: Lesen, lachen, abheften."

Laut Liberalen ist dieser "Schaufensterantrag" lediglich Geldverschwendung, vertusche die tatsächlichen Probleme der Stadt - nämlich die Sicherheit an der Zenti und im Stadthallenpark. Die Fraktion Pro Chemnitz reagiert sogar mit einem offenbar nicht ernst gemeinten Änderungsantrag, auch alle anderen Geschlechter zu berücksichtigen.




3. Der Blogger "Graublau" schreibt über die unsichtbaren Männer in unserer Gesellschaft, die auch in all den schlauen Texten der Genderstudien erst gar nicht auftauchen.



4. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir:

Manuela Schwesig hat in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein langes Interview gegeben, haben Sie vielleicht gesehen. Was ich bemerkenswert finde: Die Fragen werden von zwei Frauen gestellt und so plaudern die drei Damen lange und ausführlich über Kinder und Beruf und dass alles nicht so einfach ist. Viel Privates. Alle kritischen Fragen, die man Frau Schwesig stellen könnte, von ihrem Engagement für das Team Gina-Lisa bis zu Subventionierung der Amadeo-Antonio-Stiftung oder der vermeintlichen Lohndiskriminierung von Frauen, bleiben ungefragt. Scheinbar gibt es eine Art journalistische Beißhemmung gegen sie. Die Journalistinnen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung fühlen sich als Frauen und eventuell auch Mütter einfach auf der selben Seite.


Die Aufgabe der Medien als "vierte Gewalt" ist es aber natürlich, Politikern kritisch auf die Finger zu sehen und harte Fragen zu stellen. Sobald eine Politikerin aber erst mal das feministische Ticket hat, ist sie offenbar recht gut dagegen geschützt.



5. Mehr Post. Ein anderer Leser macht mich auf einen "Tagesschau"-Beitrag über Geschlechterpolitik in Indien aufmerksam – ein Land, das auf Genderma ja standardmäßig als Paradebeispiel für Länder außerhalb unseres Kulturkreises erscheint, in denen aus westlicher Sicht ein "reines Patriarchat" ohne jeden Anflug von Männerdiskriminierung wahrgenommen wird. In diesem Beitrag heißt es:

Die indische Familienplanung hat ein sehr dunkles Kapitel: Mitte der 70er Jahre ließ Indira Gandhi den Ausnahmezustand ausrufen. In diesen Jahren stieg die Bevölkerung in Indien rasant und völlig unkontrolliert an. Die Folge waren massenhafte Sterilisationen. Oft riegelte die Polizei ganze Dörfer ab und zerrte vor allem arme Männer aus ihren Häusern heraus bis auf den OP-Tisch. In nur einem Jahr wurden sechs Millionen Männer unfruchtbar gemacht. Ist das der Grund, warum in den letzten Jahren fast nur noch Frauen sterilisiert werden?

Sonntag, Februar 26, 2017

Wechselmodell, Frauenstreik, SheForHe – News vom 26. Februar 2017

1.
In seiner bisher unveröffentlichten Entscheidung XII ZB 601/15 vom 1. Februar 2017 stellt der Bundesgerichtshof (BGH) klar, dass die Doppelresidenz auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden kann. Bisher war die Rechtsprechung überwiegend gegenteiliger Meinung. Die Entscheidung des BGH kommt somit einem Paukenschlag gleich. Damit sind die Chancen, dass Kinder auch nach Trennung der Eltern den umfangreichen Kontakt zu beiden Eltern behalten, deutlich verbessert worden.


Hier geht es weiter mit dem Beitrag eines der bekanntesten deutschen Väterrechtler, Franzjörg Krieg.



2. "Diskriminierung trifft nicht nur Frauen, Männer erleiden oft ein ähnliches Schicksal" berichten aktuell die Schaffhauser Nachrichten in einem Artikel, der vor allem den Männer-Aktivisten Markus Theunert zu Wort kommen lässt. "Der Kampf der Feministinnen richte sich nicht gegen Männer an sich" behauptet Theunert, und ich frage mich wieder einmal, ob derart wirklichkeitsfernes Appeasement wirklich nötig ist, um in der Geschlechterszene überhaupt eine Chance auf Gehör zu finden. Theunert befindet sich wie üblich auf halbem Weg zwischen dem, was wahr ist, und dem, was er glaubt, seinen Zuhörern zumuten zu können, damit sich vielleicht irgendwann überhaupt mal etwas ändert.



3. Feministinnen waren schon immer wesentlicher forscher mit ihren Forderungen und Aktionen - und sind es auch heute noch. Inzwischen verrät CNN Näheres zum geplanten Frauenstreik am 8. März. Kyle Smith kommentiert den Streik in der New York Post:

In a manifesto published in The Guardian on Feb. 6, the brains behind the movement are calling for a "new wave of militant feminist struggle." That’s right: militant, not peaceful. The document was co-authored by, among others, Rasmea Yousef Odeh, a convicted terrorist. Odeh, a Palestinian, was convicted in Israel in 1970 for her part in two terrorist bombings, one of which killed two students while they were shopping for groceries. She spent 10 years in prison for her crimes. She then managed to become a US citizen in 2004 by lying about her past (great detective work, INS: Next time, use Google) but was subsequently convicted, in 2014, of immigration fraud for the falsehoods.

(...) Another co-author, Angela Davis, is a Stalinist professor and longtime supporter of the Black Panthers. Davis is best known for being acquitted in a 1972 trial after three guns she bought were used in a courtroom shootout that resulted in the death of a judge. She celebrated by going to Cuba.

A third co-author, Tithi Bhattacharya, praised Maoism in an essay for the International Socialist Review, noting that Maoists are "on the terrorist list of the US State Department, Canada, and the European Union," which she called an indication that "Maoists are back in the news and by all accounts they are fighting against all the right people."


Wieder einmal kostet es Mühe, im Hinterkopf zu behalten, dass wir Männerrechtler die Dämonen der Finsternis und die Feministinnen die Engel des Lichts sind. Und wieder einmal darf man nicht damit rechnen, dass deutsche Leitmedien die Initiatorinnen des Frauenstreiks näher beleuchten werden. Aus mysteriösen Gründen schaffen das nur wir privaten Blogger.



4. Das Blog "Scheidende Geister" greift in dem Beitrag Genderama: Die Wahrheit ist unerheblich meinen Blogbeitrag von gestern auf und gelangt zu dem Fazit:

Was ich wirklich bewundere: Arne Hoffmann wirkt in seinem Resümee nicht zornig und auch nicht verbittert, er bleibt sachlich. Dennoch: Aus gerechtem Zorn kann auch Kraft erwachsen. Diese Chance wird hier vergeben. Arne Hoffmann winkt mit den Fakten und hofft, dass diese einmal aufgegriffen werden.

Auf mich wirkt dieses Verhalten wie das eines Bittstellers. Als Bittsteller gewinnt man weder Revolutionen noch Evolutionen.

Es gibt keinen Grund für Journalisten ausgewogen zu berichten, ihr Bewertungs- und Belohnungssystem honoriert das nicht. Innerhalb dieses Systems auf Veränderungen zu hoffen ist genau das – Hoffnung.


Es stimmt, dass der Großteil der Männerrechtsbewegung vor allem aus introvertierten Denkern besteht. Groteskerweise gibt es über diese Bewegung Bücher wie "Angry White Men" des männerfeindlichen Demagogen Michael Kimmel oder (wie in der Süddeutschen Zeitung) Artikel wie "Pöbeln für die Männlichkeit". Zur Dämonisierung reicht es schon, dass man sich einen Hauch von Unmut über Benachteiligungen anmerken lässt, während selbst feministische Terroristinnen in unseren Medien freie Bahn genießen. Die Frage, wie man diesem Dilemma entkommen kann, bleibt immer noch unbeantwortet. Bei mir persönlich ist es sicher so, dass dadurch, dass ich mit diesem Aus-Schwarz-mach-Weiß-Irrsinn täglich zu tun habe, nur in der Form von nüchterner Distanz und allenfalls Ironie damit umgehen kann.



5. Alexander und Bettina Hammer gehören auf Telepolis zu den vereinzelten Journalisten, die sich der unkritischen, gleichgeschaltet wirkenden Berichterstattung der Leitmedien entziehen. In einem aktuellen Beitrag beschäftigen sie sich mit dem Schweigen der Unterstützer im Fall der für das linke Lager politisch wertvollen Falschbeschuldigerin Gina-Lisa Lohfink. Ein Auszug:

Seit Frau Lohfink nicht nur verurteilt wurde, sondern auch der Richter bei der Ablehnung der Sprungrevision deutliche Worte fand, finden sich nur wenige Artikel derjenigen, die einst so vehement für Frau Lohfink eintraten. Neben Alice Schwarzer waren es diverse Journalisten und Politiker, die für sie in die Bresche sprangen.

"Wir brauchen die Verschärfung des Sexualstrafrechts, damit endlich in Deutschland die sexuelle Selbstbestimmung voraussetzungslos geschützt wird.'Nein heißt nein' muss gelten. Ein 'Hör auf' ist deutlich."

(Manuela Schwesig, Bundesfamilienministerin, SPD)

"Der Fall von Gina-Lisa Lohfink führt uns dabei wieder vor Augen, dass dringend das Sexualstrafrecht reformiert werden muss. Ein 'Hör auf' ist ein Nein. Aber noch immer reicht ein Nein nicht aus, um eine Vergewaltigung strafbar zu machen."

(Gesine Agena, Die Grünen)

"Der Umgang mit Gina-Lisa Lohfink ist erschreckend. Ein Opfer wird zur Täterin gemacht, öffentlich bloßgestellt, es wird ihr nicht geglaubt. Das nimmt anderen Frauen den Mut, eine Vergewaltigung anzuzeigen."

(Katja Dörner, Die Grünen)

Wir leben in einem Land, wo den Betroffenen aus Köln vermittelt wird, dass sie eine bessere Chance auf etwas Gerechtigkeit hätten, wenn ihnen das Handy geklaut worden wäre. Und wo ein 'Hör auf' von Gina-Lisa Lohfink gleich komplett ignoriert wird — selbst wenn ein Videobeweis existiert — weil unser Sexualstrafrecht ein 'Nein' nicht als Nein akzeptiert, sondern die wehrhafte Verteidigung der sexuellen Selbstbestimmung vorsieht.

(Anne Wizorek, #Aufschrei, #Ausnahmslos)


Ja, von all denen hört man zu diesem Fall bezeichnenderweise kein Wort mehr. Warum auch? Sie haben ihr politisches Ziel schließlich erreicht.

Bettina und Alexander Hammer führen einige Absätze später weiter aus:

Zu suggerieren, der Fall Lohfink stünde dafür, dass jeder, der von sich sagt, er sei Vergewaltigungsopfer, mit einem Verfahren wegen Falschaussage rechnen müsse, ist insofern stark manipulativ und zeigt, wie gerade Heiko Maas, der sich als Vorkämpfer gegen die Fake News geriert, selbst von ihnen Gebrauch macht, wenn dies seinen Ansinnen nutzt.

Der Fall offenbart insofern auch, wie schnell sich Politik und Medien auf eine Seite schlagen, sich aber nicht in der Lage zeigen, ggf. stattgefundene Fehler oder Auslassungen zuzugeben, sondern stattdessen die Angelegenheit totschweigen bzw. später von sich sagen, sie hätten ja etwas ganz anderes gemeint. Bereits während des Verfahrens wurde auf viele sachliche Fehler der Unterstützer hingewiesen - doch wurde dann gerne davon ausgegangen, dass die Kritiker entweder Frau Lohfink selbst veurteilten oder aber sich frauenfeindlich zeigen bzw. empathielos gegenüber Opfern sexueller Gewalt. Eine wirkliche Diskussion fand nur selten statt.




6. Die männerpolitische Website A Voice for Men hat ein Video des Vortrags online gestellt, den Professorin Janice Fiamengo auf der Veranstaltung SheForHe im kanadischen Ottawa gehalten hat. Schon zum Einstieg erwähnt Fiamengo, dass sie früher selbst feministisch ausgerichtet war – so wie viele Männerrechtler und heutige Feminismuskritiker, weil wir damals noch glaubten, dass diese Ideologie der Königsweg für Gleichberechtigung, Antisexismus und ein faires Miteinander der Geschlechter wäre. Mehr über die anderen Rednerinnen bei SheForHe erfährt man hier.



7. Die Neurowissenschaftlerin Debra Soh wendet sich mit einem neuen Artikel dagegen, dass Ideologen die biologischen Unterschiede der Geschlechter wegzudiskutieren versuchen. (Kürzlich bekamen diese Versuche durch die Meldung, man könne weibliche und männliche Gehirne kaum voneinander unterscheiden, neuen Aufwind.) Ein Auszug aus Sohs Artikel:

I’ve previously discussed how science on the topic of biological sex differences is currently being molded to fit an ideological framework, and that pretending men and women are identical isn’t scientifically accurate or necessary in order for us to reach gender equality.

Four academic papers published last year fought back against this trend. Of these rebuttals, one team of sex researchers, led by Dr. Marco Del Giudice at the University of New Mexico, ran new analyses on the exact same brain data from the study that suggested you can’t tell male and female brains apart, and was able to correctly determine a given brain’s sex 69 to 77 percent of the time. That’s much higher than what would be expected if the brains were indeed more alike than different.

A movement that prides itself on being progressive and inclusive cannot be allowed to stifle and exclude ideas it deems a threat, especially when doing so carries a cost to our wellbeing. Biological sex isn’t obsolete, seeing as how it informs non-trivial things like our physical and psychological health. For example, heart disease is more common in men and stroke is more common in women.

And from a psychological perspective, men are two to five times more likely to be diagnosed with autism spectrum disorder than women, due to what’s been called the "extreme male brain".

In addition to the denial of science, what I also find concerning is the way in which this debate is unfolding. Disagreements are important because they encourage you to consider, even for a moment, a perspective that’s different from your own. It’s through hashing it out that progress is made and even if you both still disagree, you move forward with a greater understanding of their position and your own. Instead, we have reached a point of not being able to speak about this topic without people fanatically throwing around the "sexist" and "bigot" labels before promptly burying their heads in the sand.

(...) And because the political climate has become too hostile for most scientific experts to say these things aloud, the public discourse has become heavily skewed. I regularly get emails and tweets from people saying how relieved they are, because they thought they were the only one who felt this way and it was making them feel crazy. Having to censor your thoughts will do that to you. They also ask me what they should do.

I say, speak out. Every time one of these studies or misinformed think pieces comes out, I tell people what I really think about it. Engage the people around you in discussion, especially those who disagree. When challenged, people following ideas out of blind faith can’t — and won’t be willing to — debate them with you. But over time, this is how fundamental beliefs without ground are shaken.


Aber welches Leitmedium veröffentlicht im herrschenden ideologischen Klima noch dermaßen feminismuskritische Gedanken wie den Artikel einer Neurowissenschaftlerin? Der Playboy.

Gerne ereifert sich die Linke lieber über die Wissenschaftsfeindlichkeit von Donald Trump. Vor der eigenen Tür kehrt man nicht so gerne.

Samstag, Februar 25, 2017

Wenn Feministinnen Massenvergewaltigungen wünschen – News vom 25. Februar 2017

1. Christian Schmidt erklärt, wie man die Reichweite von maskulistischen Beiträgen in den sozialen Netzwerken am effektivsten vergrößern kann.



2. Wer sich von Nürnbergs Männerbeauftragten ein plastischeres Bild machen möchte, kann dies jetzt in einem aktuellen halbstündigen Video von SWR 1 tun.

Becker zufolge sei der Ansturm größer, als er mit seiner halben Stelle bewältigen könne. Becker betont, dass er sich selbst nicht als "Männerbeauftragter" bezeichne, da er sich nicht anmaßen wolle, auf gleicher Höhe mit einer Frauenbeauftragten zu sein; daher nennt er sich nur "Ansprechpartner für Männer". Der Gleichstellungsausschuss beäuge seine Arbeit nach wie vor kritisch.

Faszinierend. Wenn ausnahmsweise überhaupt mal jemand gefunden wird, der sich für Männer einsetzt, dann aber nur, wenn er dem Feminismus gegenüber so unterwürfig auftritt wie möglich. Und dieselben Feministinnen phantasieren sich als Opfer einer unterdrückerischen Männergesellschaft ... Es ist bizarr.

Immerhin gelingt es Becker mit dieser Strategie, eine größere Bandbreite von Männerproblemen anzusprechen, als die Leitmedien normalerweise zulassen. Das Interview behandelt mehrere klassische maskulistische Themen: sexuellen Missbrauch von Jungen, Männergesundheit, Vorurteile gegen Hausmänner, ausgegrenzte Väter, die "unfassbar hohe" Erwartungshaltung an Männer und männliche Opfer von häuslicher Gewalt sowie das Ignorieren des Problems durch die Behörden: "Es gibt Fälle, da gehen die Männer zur Polizei, und da wird die Anzeige nicht mal aufgenommen." Ja, da kann ich mir vorstellen, dass man dem Gleichstellungsausschuss unter diesen Umständen dreimal täglich versichern muss, das hegemoniale Narrativ vom Opfergeschlecht Frau auf keinen Fall antasten zu wollen.

Und damit auch dieses Interview niemanden allzu sehr verstört, endet es damit, wie schlimm es den Frauen noch in den siebziger Jahren gegangen sei. Trotzdem bleibt es eine weitere Störung im feministischen System – so wie der politische Druck von immer mehr Männern, die sich vor allem online artikulieren, und ohne den selbst ein vereinzelter "Ansprechpartner für Männer" wie Matthias Becker hierzulande kaum möglich gewesen wäre.



3. Apropos "Störungen im feministischen System": Auch Jahre danach sind Deutschlands Medien über Ronja von Rönnes feminismuskritischen Artikel in der "Welt" (ältere Genderama-Leser werden sich erinnern) nicht hinweg.



4. Eine feministische Autorin der "taz" ärgert sich über Falschdarstellungen in einem feministischen Blog. Dumm, wenn diese Strategie das eigene Lager trifft und eine Feministin ausbaden muss, was andere Feministinnen angerichtet haben :

Seitdem schreiben mir Menschen, die mich nicht kennen und nichts über mich wissen, und wünschen mir, dass ich vergewaltigt werde, weil sie Opfer schützen wollen. Wie kann das Schutz von Opfern sein?

Damit sind sie aber noch zurückhaltend. Viele führen aus, dass ich nicht nur vergewaltigt, sondern massenvergewaltigt werden solle. Und zwar von "ungewaschenen" Geflüchteten.


Das erinnert mich an die liberale Feministin Wendy McElroy, die den Mainstream ihrer Bewegung kritisiert und mit Männerrechtlern zusammenarbeitet, woraufhin ihr ebenfalls Massenvergewaltigung an den Hals gewünscht wurde:

I HOPE YOU GET GANG_RAPED 20 times and nobody believes you. So read the subject line of an email I received from a feminist who uses the name "Olivia Gonzales". And, yes, consider this posting to be fair warning. If you send me hate mail or threats, then I will post the message (...) to this blog at my own discretion. (...) I post the 'hate email' only because I had heard so very much about how men's rights activists (MRAs) are threatening women bloggers and creating an atmosphere of hatred/fear across the Internet. (...) If you disagree with gender feminism, then (surprisingly often) you will receive emails wishing you become a rape victim. Sometimes they go into detail.




5. "Immer mehr Frauen sterben an Lungentumoren" titelt Spiegel Online. Einer meiner Leser kommentiert den Artikel:

Alarmierend wird der Lungenkrebstod anscheinend erst dann, wenn die Anzahl der betroffenen Frauen steigt und gleichzeitig die der Männer sinkt, wobei die Anzahl der Männer immer noch mehr als doppelt so hoch ist wie die der Frauen. Dass der Anteil der Männer sinkt, ist wohl verbesserten Arbeitsbedingungen und dem Wegfall von tausenden Arbeitsplätzen im Bergbau geschuldet. Ebenso kann man anderen Statistiken entnehmen, dass sich die Anzahl der Raucherinnen in den letzten Jahrzehnten der der Männer angenähert hat. Wenn man weiter gräbt, fände man sicherlich heraus, dass dies dem Berufsleben und der Lebenssituation allgemein geschuldet ist (mehr Singles, mehr Alleinerziehende, insgesamt mehr Stress).




6.
Bei der "Süddeutschen" (...) schreibt eine Autorin zur weltweiten Erfolgsserie "Game of Thrones":

"Es gibt so viele gute Serien. Und dann gibt es 'Game of Thrones'. Wieso schauen sich so viele ansonsten völlig geschmacksichere Menschen diesen sexistischen, gewaltverherrlichenden Quatsch an?"

Willkommen im Land der Wutjournalisten.

Als ich vor 12 Jahren mit der Indiskretion begann, galten Blogger als Herumwütende, als Faktenausblender, die nicht recherchieren, als Fleisch gewordene Rants (wobei der Begriff Rant erst später in Mode kam, glaube ich). Aus diesem Grund verliehen wir bei den Goldenen Bloggern in der Anfangszeit den Preis in der Kategorie "Bester Blogger ohne Blog" an Menschen, die diesem erzürntwangigen Klischee entsprachen.

Heute sind die meisten Blogs, die es schon länger gibt, erheblich ruhiger geworden. Doch Personen, die wütende, einseitige und gern mit Beschimpfungen versehene Texte ins Internet schreiben, gibt es immer noch: Sie heißen Journalisten.


Hier findet man den vollständigen Text von Thomas Knüwer, dessen Analyse über den Verfall der journalistischen Qualität auch zu Beiträgen zur Geschlechterdebatte passt. Knüwers Artikel ist in Gänze lesenswert.



7. Die männerfreien "Safe Spaces" waren erst der Anfang. Inzwischen verlangen Studenten der US-amerikanischen Universität Michigan eine weißenfreie Zone.

Freitag, Februar 24, 2017

Frauenquote für Flüchtlinge, Scharia-Nonsens, postfaktischer Feminismus – News vom 24. Februar 2017

1. Der CDU-Politiker Kai Wegner fordert eine Frauenquote bei der Einreise von Flüchtlingen. Denn: "Wenn eine große Zahl von Männern partnerlos ist, kann dies zu Frustration und zu aggressivem Verhalten führen"

Wenigstens kann man sich hier auf die bewährten NGOs immer noch verlassen:

Bei der Menschrechtsorganisation "Pro Asyl" reagiert man entsetzt auf die Forderung von Wegner. "Ich hätte nicht gedacht, dass da im Bundestag jemand sitzt, der sich traut so ein Positionspapier rauszugeben", sagt der Leiter der Abteilung Rechtspolitik bei "Pro Asyl", Bernd Mesovic. Das Papier sei weder verfassungsrechtlich noch mit den Genfer Flüchtlingskonventionen vereinbar. "Es kommt auf die Schutzbedürftigkeit an", sagt Bernd Mesovic. (...) Für Mesovic ist das Papier von Wegner blanker "Populismus". "Das ist diffuser als die Obergrenze von Herrn Seehofer"", sagt er. Statt Frauen- und Kinderrechte zu stärken, diene die Idee nur zur selektiven Ausgrenzung und Diskriminierung.


Katharina Schuler kommentiert den CDU-Vorschlag in der "Zeit": Eine männerfeindliche Idee.



2. 30 Prozent aller arabischstämmigen Männer in Berlin, heißt es in einem "Scharia-Report Deutschland" der BILD-Zeitung, haben zwei Frauen. Auch andere Blätter nennen solche Zahlen. Jetzt hat "Zeit"-Reporter Mohamed Amjahid nachrecherchiert – und herausgefunden, dass diese Behauptung nicht stimmen dürfte. Wie weit sie von der Wahrheit entfernt ist und wie sie überhaupt zustande kam, sagt einiges über den Zustand unserer Leitmedien aus. Das BILDblog berichtet.



3. Wie leite ich jetzt vom Thema "Fake News, die wegen Klischeevorstellungen erfolgreich sind" zum Thema "Feminismus" über? Hmmmm ...

Zahlreiche Blogs und andere Medienplattformen weltweit zeigten gestern ein virales Video, das angeblich die Rache einer Radfahrerin an einem "sexistischen Mistkerl" zeigt, dem sie genervt von seinen blöden Sprüchen den Außenspiegel abreißt – ein Vandalismus, der natürlich als "Bossmove des Tages" gefeiert wird.

Nun berichtet Dr. Joanna Williams in dem renommierten britischen Politik-Magazin "Spectator" unter der Überschrift The post-fact world suits feminism just fine folgendes:

We now know that the video of a cyclist confronting a catcalling driver, which spent much of yesterday being circulated on social media and covered in the national press, was staged. Barely had viewers finished cheering on the woman as she tore the wing mirror off the side of her harasser’s van than the truth emerged.

An eyewitness told the Sun, "They practiced the scene two or three times with the motorbike riding behind them. You could see there was already damage to the wing mirror, it was loose." The company that hosted the video, Jungle Creations, has now issued a statement claiming that although it was under the impression that it portrayed real-life events, it now realises the video "may be factually incorrect." The footage was quickly removed by Facebook, presumably delighted to have an opportunity to put its new commitment to rooting out fake news into practice.

By this point, however, the clip had already been viewed more than 10 million times in under 24 hours. The viral video specialists clearly had a hit on their hands and it’s not hard to see why. The story of an attractive woman, minding her own business, yet having to confront a boorish and intimidating van driver, confirms many of our prejudices. The narrative twist, her triumphant response to his misogynistic demand to know, "You on your period?", provides the feel good factor.

Even at the very moment the story changed from "woman in street harassment shocker" to "fake news horror" commentators were quick to point out that, whatever the video may or may not have shown, there was a greater truth to consider. The Guardian were at pains to have it known that, "catcalling and street harassment happen regularly. Many women can tell a tale similar to this one in which they have felt threatened by men in a car or a van while cycling or walking."

There seems to be a fear that condemning the video could result in women’s experiences of street harassment being called into question. But there’s really no need worry. Over recent years, as feminism has grown ever more distant from the reality of women’s lives, it has thrived off dubious stories of unsubstantiated personal experiences.

Rolling Stone magazine’s now notorious 2014 article, "A Rape on Campus," told the tale of "Jackie", a student at the University of Virginia, who claimed to have been gang raped at a fraternity party. Following widespread media attention, the closure of the fraternity and the suspension of the accused students, Jackie’s story unravelled. Rolling Stone retracted the story and issued an apology. A subsequent investigation blamed the journalistic failure on confirmation bias: because the incident supported the pre-existing narrative of universities being in the grip of a rape culture, too few questions were asked.

When personal experience is not enough, dodgy statistics are brought in to shore up feminism’s pre-determined narrative of women as victims. A survey conducted by Britain’s Trade Union Congress (TUC) last year reported that over half of women have been sexually harassed at work. This sounds shocking but a closer look at the research soon casts doubt on the headlines. The survey drew upon a small sample of just 1500 women, 52 per cent of whom said they saw sexual harassment as a problem. However, seeing sexual harassment as a problem does not necessarily mean the respondents had experienced it themselves. The most common form of harassment, reported by a third of the women questioned, was being subjected to unwelcome jokes. These jokes were not necessarily told to the women, they may just have been overheard, perhaps only once and many years previously.

Hearing a rude joke a decade ago hardly comprises an epidemic of sexual harassment. But the headlines go largely unquestioned because they reinforce our existing biases about the position of women at work. Promoting the message that women are victims: of domestic violence in the home, catcalling in the street, sexual harassment at work, and misogynistic trolling on the internet, seems to be the main purpose of feminism today. And facts are simply not allowed to get in the way of this mission.


Beispiele, bei denen feministische Behauptungen den nachprüfbaren Fakten stark widersprechen, sind seit Jahren das tägliche Fleisch und Brot von Genderama und geistesverwandten Blogs wie etwa dem Doktorant. Der liberalen Feministin Professor Christina Hoff Sommers geht es ähnlich. Mein Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" basiert auf einer Widerlegung von mehreren Dutzend solcher Behauptungen. Einige Genderama-Leser werden sich auch daran erinnern, dass ich in einer Amazon-Rezension des Buches von Anne Wizorek, einer der bekanntesten deutschen Feministinnen, reihenweise deren Falschbehauptungen zerpflückt habe. Allerdings sind Wahrheit und Irrtum in der Politik des Jahres 2017 unerheblich geworden. Natürlich gehört Anne Wizorek trotzdem zum Beraterstab von Frauenministerin Schwesig (SPD), die ihrerseits, man denke zurück an #TeamGinaLisa, keine Probleme mit Falschbehauptungen hat, solange sie ihre Politik damit umsetzen kann.

Wir Deutschen haben keinen Grund, uns über die US-Amerikaner mit Donald Trump und Steve Bannon zu erheben, solange in unserer eigenen Geschlechterpolitik das Gespann Schwesig und Wizorek den Ton angibt.

Wieder einmal waren feministische Nachrichten also Fake News. Und wieder wird das für die AnhängerInnen des Feminismus ebensowenig ändern wie sich die AnhängerInnen Donald Trumps daran stören, wenn dessen Phantastereien widerlegt werden.

Was ich nur beim Teufel nicht verstehe: Wenn ich mit außer durch Spenden unbezahlte, rein nebenberuflich betriebene Arbeit immer und immer wieder solche feministischen Falschbehauptungen entdecke, warum bekommen das die hauptberuflichen Journalisten in den deutschen Leitmedien nicht hin? Warum ist deren Empörung über "Fake News" dermaßen selektiv, dass einer der Bereiche, wo Fake News am besten blühen, kontinuierlich ausgeklammert wird? Sollte es in den Leitmedien nicht zumindest EINIGE Journalisten geben, die ihre Berufung nicht in "Propaganda für das eigene Lager betreiben" sondern in "die Wahrheit herausfinden" betrachten?

Im Fazit ihres Artikels gelangt Dr. Joanna Williams übrigens zu der selben Einschätzung wie ein gestern auf Genderama verlinkter Artikel und schon andere Artikel zuvor:

In some ways it’s a shame that the video of a feisty woman tearing off a wing mirror turned out to be staged. It was far more enjoyable to watch her than to read the blethering reminders that this street harassment is what women experience everyday. It is difficult to project an image of women as strong, capable and independent when feminism constantly tells us we are victims in better need of protection.


Das dürfte einer der zentralen Unterschiede zwischen vielen Feministinnen und vielen Maskulisten sein: Der Mainstream des heutigen Feminismus betrachtet Frauen als schwache, beschützenswerte Wesen: "HeforShe" (Emma Watson) "unglaublich viele Frauen haben ja schon Angst auf die Straße zu gehen" (sinngemäß Anne Wizorek) und so weiter. Der Maskulismus, wie ich ihn vertrete, betrachtet Frauen als ebenbürtig. Wie werden wir daraufhin bezeichnet? Als "Frauenfeinde" natürlich. Denn wir leben ja in der postfaktischen Gesellschaft, und da spielt Wahrheit keine Rolle mehr.

Faszinierend bleibt, dass Feministinnen zwar immer wieder behaupten, in unserer patriarchalen Welt könne sexuelle Belästigung auf eine breite Rückendeckung rechnen, tatsächlich aber ein Video, in dem einem Sprücheklopfer der Wagen demoliert wird, sofort viral geht und begeisterte Zustimmung auslöst. Und auch diese Diskrepanz fällt im postfaktischen Zeitalter niemandem mehr auf.



4. Noch mehr aus dem postfaktischen Feminismus: Immer wieder erfinden feministische Politikerinnen wie aktuell Renate Künast (Grüne) im Streit mit Christian Lindner (FDP), dass im deutschen Grundgesetz "Gleichstellung" gefordert würde. Um zu sehen, dass das nicht stimmt, genügt ein Blick in eben dieses Grundgesetz. Der Gymnasiallehrer und Blogger Lucas Schoppe geht über diesen Hinweis hinaus und erklärt, warum "Gleichstellung" kein Auftrag des Grundgesetzes ist und Gleichstellungs-Politiker das in Wahrheit auch gar nicht wollen. (Künast hatte Lindner übrigens vorgeworfen, er agitiere populistisch "gegen Frauen", weil er ein rot-grünes Gesetz bemängelte, das inzwischen per Gerichtsentscheidung als verfassungsfeindlich erkannt wurde.)



5. Auch die antideutsche Jungle World sieht mittlerweile, dass in der feministischen Debatte einiges schief läuft.



6. Donald Trumps Pressesprecherin Kellyanne Conway erklärte, dass sie sich nicht als Feministin betrachte, weil diese Ideologie für Männerfeindlichkeit und eine positive Einstellung zur Abtreibung stehe, und sie sich damit nicht identifizieren könne. Daraufhin passierte das, was immer wieder passiert, wenn jemand den Feminismus kritisiert: Irgendein Schlaumeier stellt die Lexikondefinition von "Feminismus" auf Twitter, und die Anhänger dieser Ideologie flippen aus über die vermeintliche Genialität dieser Erwiderung.

Kein Witz - das ist die intellektuelle Schwundstufe, auf der die feministische Ideologie inzwischen angelangt ist: Feminismuskritik ist lächerlich weil Wörterbuch. Und es ist extrem gruselig, dass die Geschlechterdebatte von Ideologinnen beherrscht wird, die dermaßen dämlich sind, dass sie es vielleicht gerade noch hinbekommen, beim Putzen nicht aus dem Eimer zu saufen. Dieses Lager hat sich die Präsidentschaft Donald Trumps wirklich verdient.



7. An US-amerikanischen Universitäten hat sich die Gesprächskultur und die Bereitschaft, sich neuen Perspektiven auszusetzen, nicht geändert:

Dozens of posters advertising a campus talk that will take a critical look at the alleged rape epidemic at universities and the widely touted claim that one in five female students are the victims of sexual assault have been torn down.

(...) The campus talk will be led by Andrew Cavarno, a recent UC Santa Barbara graduate and self-described progressive with some libertarian leanings. Cavarno gave a similar talk at UC Santa Barbara in May 2016.

At the time, he attempted to get feminist professors, student activists and anti-rape advocates to debate him publicly. Despite dozens of invites, all refused.

In an email to The College Fix, Cavarno said he faces a similar situation at UC Irvine.

"The feminist studies department and student activist groups we reached out to declined to participate again (of course), claiming that ‘student safety is not up for debate,’" said Cavarno (...).

According to the Facebook event page for the UC Irvine talk, Cavarno will describe "the methodology used to arrive at the ‘1 in 5’ number, presenting results from studies finding lower rates, and arguing that the rate of sexual assault on campus, though not perfectly known, is much lower than 1 per 5 women."

"Cavarno will argue that the hysteria caused by the ‘1 in 5’ claim has forced universities to implement procedures for investigating and adjudicating allegations of sexual assault that are extremely unfair to the accused," it continues. "Cavarno will analyze typical campus procedures, highlighting aspects that infringe upon the basic due process rights of the accused, and present a few of the many heartbreaking examples of innocent students who had their lives ruined by ‘guilty’ findings on campus."


Auch hier wieder die besondere Ironie: Die Leute, die sich diesen Gesprächen verweigern, sind oft dieselben Leute, die Donald Trump ablehnen, weil er auf autokratische Weise mit Fake News hantiert.

Im März wird zur immer beunruhigenderen Situation an US-amerikanischen Universitäten übrigens ein neues Buch erscheinen: No Campus for White Men. The Transformation of Higher Education into Hateful Indoctrination. Es steht bei Amazon jetzt schon in den Bereichen, in denen es gelistet ist, auf den Verkaufsplätzen 1 und 2.



8.
Zachary X, now 19, is in jail awaiting sentencing for five pictures his teenage girlfriend sent him of herself in her underwear. He faced a choice between a possible (though unlikely) maximum sentence of 350 years in prison, or lifetime on the sex offender registry as a "sexually violent offender" — even though he never met the girl in person. Here’s what happened.


Hier geht es weiter.



9. Zuletzt: Der Veranstaltungsort für die Vorführung von "The Red Pill" in Karlsruhe wird um 250 Meter von der Baumeisterstraße 56 in die Baumeisterstraße 18 verlegt. Dort befindet sich der Zieglersaal, den man über das griechische Restaurant "Akropolis" betritt.

Donnerstag, Februar 23, 2017

SPD, Rassismus-Simulator, Pamela Anderson – News vom 23. Februar 2017

1. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtet von den genderpolitischen Kapriolen der Spezialdemokraten:

"Es ist wichtig, dass Sprache jeden einschließt, gerade bei Anträgen", sagt Jules Rothe, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Mitte. "Nur männliche Wörter zu verwenden, erweckt den Anschein, als betreffe der Antrag nur die männliche Bevölkerung. Das stimmt aber nicht." Rothe beantragte mit der Vorsitzenden Martina Matischok-Yesilcimen, dass in der Tagesordnung der BVV Mitte nur Anträge bearbeitet werden, die eine gegenderte, also eine geschlechtsneutrale Sprache nutzen. "In den allgemeinen Vorschriften der Berliner Verwaltung wird die Nutzung geschlechtsneutraler Sprache oder das Ausschreiben beider Formen bereits vorgeschlagen."


Die Reaktionen von CDU, Piraten, den restlichen SPD-Mitgliedern, der Linken und der AfD erfährt man hier.



2. In der neuen MANNdat-Rubrik "Zahlen im Fokus" geht es heute um das Ausmaß weltweiter Gewalt gegen Jungen. Grundlage sind Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).



3. Ein Veranstaltungshinweis: Am 13. und 14. Mai 2017 findet die "Konferenz zur Männlichkeit" Mann sein 2017 in Berlin (Loewe Saal, Wiebestraße 42, 10553) statt. Es geht dabei nicht um Männerdiskriminierung oder Männerpolitik, sondern um Selbstfindung als Mann durch Vorträge, Workshops und Diskussionen. Nicht mein Ding, aber vielleicht hat der eine oder andere von euch Interesse.



4. In Canberra gibt es jetzt eine Bar, in der man weibliche Gäste nicht anquatschen, aber ihnen einen Drink ausgeben darf. Frauen dürfen Männer ansprechen, die darauf aber reagieren müssen, als ob sie mit ihrer Mutter reden würden. Hat Anne Wizorek ein neues wirtschaftliches Standbein gefunden?



5. Ein neuer "Rassismus-Simulator" ersetzt das Wort "schwarz" und "Schwarze" in Texten durch "weiß" und "Weiße", um auf für viele unsichtbaren, weil scheinbar legitimen Rassismus hinzuweisen – eine Technik, die man natürlich auch bei Frauen und Männern anwenden könnte (und verschiedentlich schon angewendet hat), um Sexismus aufzudecken:

"Ever see articles bashing certain groups and thought to yourself how totally not okay it would be if the groups were replaced with another group? This extension swaps the groups being written about on HuffingtonPost, Salon, Buzzfeed, Jezebel, and Gawker to show how much racism, sexism, and outright nastiness they get away with because they chose to target an 'oppressor' group."


Allein die Texte des taz-Autors Lalon Sander, die mit Rassismus und Sexismus solcher Art vollgerümpelt sind, wären für dieses Gimmick eine echte Fundgrube.



6. Der TV-Star Pamela Anderson möchte sich zukünftig für Männer einsetzen, die fälschlich einer Vergewaltigung beschuldigt wurden.



7. Der in einem Studentenmagazin veröffentlichte Artikel Why Feminism Is Bad for Feminism untersucht, wie die analysierte Ideologie ihre eigenen Ziele unterläuft, und gelangt zu dem Fazit: "In 2017, feminism is in the hands of the anti-feminists."



8. Die Post. Zur Debatte um Milo Yiannopoulos schreibt mir ein Leser:

Der Typ war mir immer so ein bisschen suspekt. Einerseits ist das, was er über Feministen sagt, meistens richtig, doch seine Art, dies zu tun, hat mir nie gefallen, obwohl man sagen muss, dass seine schrille Art "erfolgreich" war. Erfolgreich im Sinne von Aufmerksamkeit in den Mainstream-Medien. Doch ob das ein Erfolg für die Männerrechtsbewegung oder den Antifeminismus ist, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, seine Anhänger waren schon Antifeministen, bevor sie ihn kannten, und mit seiner Art hat er keine Menschen für die Bewegung hinzugewinnen können. Im Gegenteil, ich wage zu behaupten, dass durch seine Art viele abgeschreckt wurden, sich die Männerrechtsbewegung näher anzuschauen.

Dazu ist seine Unterstützung für Trump und sein .... nun ja, Hass gegenüber Flüchtlingen nicht tolerierbar. Dazu hielt er nicht viel von Fakten, wenn sie in seinem Weg standen. Er bezeichnete Deutschland regelmäßig als "Hellhole". Anscheinend hätten die Flüchtlinge Deutschland total zerstört ...

Ich denke, er hat einfach die Absurdität der Feministen kopiert, um gegen sie zu kämpfen. Ich denke nicht, dass es der richtige Weg ist.

Fakten benennen, feministische Lügen aufdecken und weiter beharrlich kämpfen, das ist der Weg. In den letzten Jahren haben viele Menschen erkannt, wie schädlich der Feminismus ist, und das ist den vielen Aufklärern im Internet zu verdanken, sei es bei Kommentaren unter Artikeln, Youtube-Videos, aber vor allem, was du täglich mit Genderama machst. Ich denke, so gewinnen wir mehr Leute hinzu. So können wir es verschmerzen, wenn die Mainstream-Medien gegen uns hetzen oder uns völlig ignorieren.

Ein Film von Cassie Jaye hat wohl tausendfach mehr Wirkung auf neutrale Menschen als Milo mit seiner Art. Wir müssen nur dafür sorgen, dass Menschen so etwas sehen (Cassies Film) und lesen (Genderama).

Mittwoch, Februar 22, 2017

Oberverwaltungsgericht: Männerdiskriminierung verfassungswidrig – News vom 22. Februar 2017

1. In Nordrhein-Westfalen erging gestern ein Gerichtsurteil, das im Kampf von Männern für Gleichberechtigung wegweisend sein könnten:

Die seit dem 1. Juli 2016 im nordrhein-westfälischen Landesbeamtengesetz enthaltene Vorschrift zur Frauenförderung ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Dies hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen am Dienstag in sechs Musterverfahren entschieden (Urt. v. 21.02.2017, Az. 6 B 1109/16).

(...) Mehrere Verwaltungsgerichte hatten Eilanträgen von im Beförderungsverfahren unterlegenen Männern stattgegeben und dem Dienstherrn vorläufig untersagt, die ausgewählten Frauen zu befördern. Die dagegen eingelegten Musterbeschwerden des Landes Nordrhein-Westfalen, die Beförderungsentscheidungen verschiedener Landesbehörden betreffen, hat das OVG nun zurückgewiesen.

Dabei unterliege § 19 Abs. 6 Satz 2 LBG NRW keinen rechtlichen Bedenken. Nach dieser Vorschrift sind Frauen bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt zu befördern, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Verfassungswidrig sei jedoch § 19 Abs. 6 Satz 3 LBG NRW, wonach von einer im Wesentlichen gleichen Qualifikation bereits auszugehen ist, wenn die aktuelle dienstliche Beurteilung der Frau und des Mannes ein gleichwertiges Gesamturteil aufweist. Ein so reduzierter Qualifikationsvergleich verstoße gegen das in Art. 33 Abs. 2 Grundgesetz (GG) verankerte Gebot der Bestenauslese. Dieses gebiete, dass der für das Beförderungsamt am besten geeignete Bewerber ausgewählt werde.

(...) Der Verfassungsauftrag aus Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG, für eine Gleichberechtigung von Frauen im Tatsächlichen zu sorgen, kann nach Auffassung des Gerichts auch unter Wahrung des Prinzips der Bestenauslese verwirklicht werden. Der Qualifikationsvorsprung vieler Männer sei oftmals das Ergebnis einer unterbrechungslosen Berufsvita.


Feministinnen dürfte es freuen, dass das Gerichtsurteil implizit ein paar Tipps gibt, wie man die Frauenförderung trotzdem weiter durchboxen kann – indem man sie nämlich nicht nur allein von dem Geschlecht abhängig macht, sondern Frauen einfach eine bessere Beurteilung als Männern etwa aufgrund so vagen, wenn nicht beliebigen Kriterien wie "Begabung", "Lebenserfahrung" und "Persönlichkeit" zukommen lässt. Allein die plumpe Regelung "Petra statt Peter wird befördert, weil sie eine Muschi hat" (oder feiner formuliert "eine nur an das Geschlecht als solches anknüpfende Frauenförderung") bliebe demnach verfassungswidrig.

Wie Genderama vor wenigen Tagen berichtete, hatte ein Vorstoß der FDP, im nordrhein-westfälischen Landtag eine Verfassungsklage gegen das von Rot-Grün ausbaldowerte Gesetz zu erzielen, keinen Erfolg. Das gesamte linke Lager stimmte für den Sexismus, die Christdemokraten drückten sich per Stimmenthaltung.

Über das aktuelle Gerichtsurteil berichten mehrere Zeitungen Nordrhein-Westfalens, etwa der Kölner Stadtanzeiger und die WAZ-Gruppe.



2. Dirk Maxeiner zeigt in einem Kurzbeitrag, wofür Schwesigs Bundesfrauenministerium dieses Jahr 104,5 Millionen an Steuergeldern ausgeben möchte.



3. "Erstaunlich kritiklos", schreibt mir ein Leser, "berichtet aktuell Spiegel Online über männliche Hostessen/Prostituierte. Was würde wohl in dem Artikel getobt, handelte es sich um weibliche Hostessen."



4. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet in einem zweiminütigen Fernsehbeitrag über die Schließung der Gewaltschutzwohnung in Gera, nachdem ihr von der Gleichstellungsbeauftragten des Bundeslandes öffentliche Unterstützung verwehrt blieb.



5. Das maskulistische Blog Toy Soldiers, bei dem der sexuelle Missbrauch von Jungen ein Schwerpunktthema ist, setzt sich auf eine sehr differenzierte und tiefschürfende Weise mit der Kontroverse um Milo Yiannopoulos auseinander. Dieselbe Qualität kann man von Leitmedien, die sich für ihre Artikel bezahlen lassen, leider nicht erwarten; dort reduziert sich die Debatte auf "HAAhaah! Endlich hat der ekelhafte Provokateur überreizt!" Ein gutes Beispiel dafür ist ein aktueller Artikel des Stern, der immer mehr Richtung Boulevard geht, wenn dort sachlicher Journalismus durch Beschimpfungen wie "Hochglanz-Hetzer" ersetzt wird.

(Allerdings ist es wirklich schwierig, Gaga-Beiträge von Yiannopoulos wie etwa diesen außerhalb des rechten Randes ernst zu nehmen. Wer derartig polemisiert, kann sich schlecht auf den Standpunkt stellen: "Aber wenn es um MICH geht, erwarte ich eine faire und sachliche Berichterstattung, sonst muss ich weinen.")

Währenddessen berichtet der Daily Caller über Hinweise, denen zufolge die politische Liquidierung Yiannopoulos' von längerer Hand geplant war:

In a 4Chan post made the evening of Sunday, a user tells others that "FYI [for your information] the MSM [mainstream media] has a huge fucking media onslaught that is set to go live Monday to scorch earth [sic] Milo and destroy him via the pedophile label. I’m part of a mailing list (not giving my real name or the name of the list for the sake of protecting my ass from retaliation) but they have been sitting on the story for a while, because they thought Milo was small fries and wanted to wait until he got big enough a thread to go nuclear on."

Dienstag, Februar 21, 2017

Kachelmann/Schwarzer (Reprise), Joffe, Yiannopoulos – News vom 21. Februar 2017

1. Vergangene Woche widmete sich Genderama auf Anregung eines Lesers der irreführenden Darstellung von zig Zeitungen, Jörg Kachelmann habe eine Veranstaltung mit Alice Schwarzer "gesprengt" oder "gestört". Inzwischen beschäftigt sich Deutschlands wohl bekanntester Medienkritiker Stefan Niggemeier noch gründlicher damit. Niggemeier stellt klar, dass Kachelmann in der Fragereunde, nachdem Schwarzer in ihrem Vortrag zahlreiche Tatsachen verdreht hatte, auf die tatsächliche Faktenlage hinwies.

Niemand sprengte irgendwas. Niemand unterbrach irgendwen mitten im Vortrag. Der Vorgang ist von überschaubarer Dramatik.

Das würde man aber nicht glauben, wenn die Berichte darüber in den Medien liest.

"Mitten im Vortrag" zum Thema "Sexualgewalt gegen Frauen und Recht" habe Kachelmann das Wort ergriffen, heißt es falsch unter anderem bei der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und diversen Schwesterblättern, im "Tagesspiegel", bei "Focus Online", "Spiegel Online", n-tv.de, "Der Westen" und "WeltN24".

Dass Kachelmann den Vortrag "gesprengt" habe, behaupten "Focus Online", "Mannheimer Morgen", die Mediengruppe Oberfranken, "Gala", "Express". "WeltN24" lässt Kachelmann in Schwarzers Vortrag "platzen".


Ähnlich wie RP Online hat sich die Hannoversche Allgemeine zwar inzwischen korrigiert – "Moderator hat Alice Schwarzer nicht unterbrochen" –, schaffte es aber in ihrem Ursprungsartikel Niggemeier zufolge tatsächlich,

zu spekulieren, ob Kachelmann trotz Freispruch und Verurteilung seines vermeintlichen Opfers nicht doch schuldig ist. (...) Da hat der Versuch eines unter anderem von Alice Schwarzer vorverurteilten, rechtskräftig freigesprochenen Mannes, weiter an seiner "Rehabilitation" zu arbeiten, fast etwas Anrüchiges.


Ich wünschte mir, die Männerrechtsbewegung hätte wenigstens denselben Einfluss wie Stefan Niggemeier, wenn es darum geht, dass Leitmedien parallel zu ihrem Kampf gegen "Fake News" es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, solange sie den den Feminismus ideologisch unterstützen.



2. Ich muss ja gar nicht immer die Deutung eines bestimmten Artikels vorkauen. Aktuell etwa veröffentlichte die Frauenzeitschrift "Annabelle" ein Interview mit der Filmemacherin Petra Volpe. Sein Titel: "Wer behauptet, dass Gleichberechtigung herrscht, ist schlecht informiert". (Gemeint ist fehlende Gleichberechtigung zu Lasten von Frauen.) "Informieren" Sie sich doch einmal selbst: Welche konkreten Beispiele nennt Volpe dafür, dass Frauen in unserer Gesellschaft weniger Rechte genießen als Männer?



3. Kommen wir zu einer Filmemacherin, die ich für seriöser (und mutiger) halte weshalb wir nicht darauf hoffen dürfen, dass deutschsprachige Medien ihr so wie Volpe eine Plattform bieten, um ihre Ansichten auszubreiten: Cassie Jaye. Die Aufführung ihres Filmes "The Red Pill" in Karlsruhe, daran sei hier noch einmal erinnert, findet nächsten Sonntag statt. Der Veranstalter bittet mich aktuell, darauf hinzuweisen, dass noch Plätze frei sind, sowie vor allem den Vorführungsort zu nennen: Baumeisterstraße 18. Dort befindet sich der Zieglersaal, den man über das griechische Restaurant "Akropolis" betritt. (Zuvor wurde versehentlich eine falsche Adresse übermittelt.)



4. In der "Zeit" beschäftigt sich deren Herausgeber Josef Joffe heute wie vor zwanzig Jahren mit der Gefahr der Politischen Korrektheit für unsere Gesellschaft. Ein Auszug:

Ein blöder Spruch über die Oberweite einer Reporterin an der Bar, und Ende der Karriere für den FDP-Hoffnungsträger Rainer Brüderle. Deutschland unterscheidet sich hier nur insofern, als die Entschädigung für Nichtbeförderung oder "sexuelle Belästigung" bescheidener ist. "Frauenfeindlichkeit" ist auch in Deutschland eine probate Waffe, wie eine Episode nach der anderen zeigt. PC an deutschen Universitäten ist keine Erfindung der Medien, sondern in jedem Gremium zu beobachten, wo im Namen des Korrekten symbolische wie materielle Ansprüche angemeldet werden. Auch hier zeugt "Falschdenk" Ächtung und Ausschluss aus der Gemeinde der Rechtgläubigen. "Keine Macht für niemand", die Parole der Achtundsechziger, war vorgestern. Heute heißt es "Mehr Macht für uns!", die wir uns als Opfer der Benachteiligung präsentieren.

(...) Wer "Mikroaggression" brüllt, will seine Gegner mundtot machen. Wer wie an so vielen US-Colleges "trigger warnings" fordert, weil dieser Roman oder jenes Drama posttraumatischen Stress erzeuge, will einen Kokon, keine Bildung, die bekanntlich neue Kenntnisse und Gedanken in die Köpfe bringen soll. Machen wir uns nichts vor: Alles, was in Amerika zusammengerührt wird, landet in Europa, genauso wie es bei der PC passiert ist. PC forderte einst das hohe Gut der Gleichberechtigung; heute kann sie Menschen und Karrieren vernichten.

(...) Das Gegenmodell zur klassischen PC ist die Alt-right-Bewegung, die "alternative Rechte". Das Ziel ist das Gleichdenk, der Angriff gegen den Comment und die Moral, die das "Establishment" hochhält. Die Waffen sind gefälschte Fakten, Verdrehung, Diffamierung und Charaktermord, verpackt in Hass und Verachtung. Was Links kann, können die neuen Ultras allemal, bloß viel besser. Unübertroffen sind Zynismus und Gemeinheit.




5. Wie die New York Times berichtet, kündigte der New Yorker Buchverlag Simon & Schuster dem Feminismuskritiker Milo Yiannopoulos den Vertrag zu seinem kommenden Buch "Dangerous", nachdem Yiannopoulos in den letzten Tagen vor allem von Konservativen für seine Position zum Thema Pädophilie scharf kritisiert wurde.

Eine Leserin schreibt mir hierzu:

Auch auf der Rechten wird man vor die Tür gesetzt, wenn man gegen gewisse Dogmata verstößt. Ich habe mir das fragliche Video angesehen und muss leider zustimmen, dass die Reaktion übertrieben ist. Yiannopoulos hat lediglich beschrieben, dass sexuelle Beziehungen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen auch auf Konsens beruhen können, und dass es schwierig ist generell pro forma zu sagen: Der Erwachsene ist der Täter, der Jugendliche immer das Opfer.


Yiannopoulos bezieht auf Facebook Stellung zu dieser Kontroverse.

In Deutschland berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Wie in unseren Leitmedien inzwischen üblich, wird zwischen Nachricht und Kommentar nicht getrennt; die Berichterstattung ist ohne tendenziöse Bewertung des Blattes nicht zu haben. (Der feministische Guardian bekommt eine sachlich-neutrale Berichterstattung übrigens hin.)

Es würde mich nicht wundern, wenn es Yiannopoulos Buch genauso geht wie dem Roman "American Psycho" in den neunziger Jahren. Nachdem der Verlag Simon & Schuster sich wegen Protesten unter anderem von der in den USA führenden Feministin Gloria Steinem von der angekündigten Veröffentlichung zurückzog, machte ein anderer Verlag das Buch (verdientermaßen) zum Bestseller. In Deutschland wurde es für fünf Jahre zum Opfer der Zensur und erst ab dem Jahr 2000 frei im Handel erhältlich. Sein Autor Bret Easton Ellis erhielt zahlreiche Morddrohungen.



6.
The myth of the gender pay gap obscures a multitude of truths.

One such truth is that women under 35 are – believe it or not – paid more than men because they are the privileged beneficiaries of our education system.

Another reality is that men over 40 earn more than women only because they work more hours, for more years without taking a break.

It is also true that the alleged pay gap is, in fact, only an affliction confined to privileged women. Among the less well-off women are paid more than men.

And, again, if you count take home pay, rather than net pay, it is actually women who earn a tad more than men.

They myth of the gender pay gap hides all these truths and realities, but the dirtiest secret it is hiding is what is happening to men.


Hier geht es weiter mit dem Artikel auf "Conservative Woman". Seine Autorin Belinda Brown belegt die oben zitierten Aussagen jeweils durch Links. Rechnen Sie mit keiner Berichterstattung in den Leitmedien über den Gender Pay Gap zu Lasten von Männern. Dabei macht sich auch diese Autorin vor allem Sorgen über das Schicksal des eigenen Geschlechts:

Feminists have succeeded in creating the two tier society which they railed against, but it is not and never has been women at the bottom. It is men.

With each new generation of boys growing up in single parent families, the vicious circle will spiral lower. Women will be trapped with the entire burden of supporting their children. As men increasingly check out, there won’t even be anyone to fund what is largely a women’s welfare state. The men will be happily playing their computer games in the disastrous world that the feminists have created.

The Women’s March people threaten us with a day without feminists. The real threat is that we will increasingly live in a world without men.

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