Montag, Mai 22, 2017

Genderstudien, Opferverhöhnung, Schwulenprivilegien – News vom 22. Mai 2017

1. Die Website Netzpolitik hat sich den Fall des von einer anerkannten Soziologiezeitschrift veröffentlichten Nonsens-Artikels im Stil der pseudowissenschaftlichen Genderstudien genauer angeschaut:

Wie das Beispiel eines vermeintlichen "Gender-Studies-Hoax" zeigt, unter anderem unkritisch verbreitet via Fefes Blog, eignen sich unseriöse Open-Access-Verlage auch perfekt für die Erstellung und "Fundierung" von Fake News. So hatten Peter Boghossian und James Lindsay einen Nonsense-Text mit dem Titel "The conceptual penis as a social construct" zusammengebastelt und erfolgreich im Journal Cogent Social Sciences zur Veröffentlichung eingereicht. Ziel der beiden Autoren war der Nachweis, dass Gender Studies unseriös seien und keinen wissenschaftlichen Ansprüchen genügten. Vorbild für das Vorgehen war Alan Sokal, der in den 1990er Jahren mit der Veröffentlichung eines aus Unsinn und Jargon zusammengebauten Artikel in der Zeitschrift Social Text eine Debatte über die Seriosität postmoderner Philosophie losgetreten hatte.

Im Unterschied zu Social Text handelt es sich bei Cogent Social Sciences aber offensichtlich um eine unseriöse Zeitschrift, die gegen Zahlung einer Gebühr von 1.350 Dollar oder einer nicht näher definierten Minimalgebühr ("Pay what you can") jeden eingereichten Text publiziert. Es gibt hunderte vergleichbare Zeitschriften, allesamt mit seriös klingenden Namen, die mit Fake-Peer-Review und Veröffentlichungsgebühren Profite machen.


In den Kommentaren unter dem Netzpolitik-Beitrag heißt es allerdings treffend:

Mir scheint es unabweisbar, dass ein solch unsinniger Text, wie ihn die Autoren fabriziert haben, von den allermeisten Lesern von einer ernst gemeinten Gender-Studies-Arbeit nicht unterschieden werden kann. Das Jargon, das Geschwafel, die haltlosen Argumentationen wären zum Verwechseln ähnlich. Und das ist kein Problem der Leser sondern eines der Disziplin.


Und in einer Analyse der durch diesen Hoax entstandenen Debatte heißt es:

Many defenders of gender studies have claimed that Cogent Social Sciences is widely known to be a bad journal and more reputable ones would not have taken it seriously. The problem with that is that it is listed in the Directory of Open Access Journals (DOAJ), the Emerging Sources Citation Index (ESCI), the International Bibliography of the Social Sciences (IBSS), Academic Search Ultimate (EBSCO), ProQuest Social Science Journals, the British Library, Cabell’s International and many more of the largest indices. It is not highlighted as a problem in the much-relied upon Beall’s list of predatory journals and was recommended to Lindsay and Boghossian by the NORMA journal. It is part of the highly-regarded Taylor & Francis Group which confirms that Cogent offers thorough scholarly peer review and has all the "traditional values and high standards associated with Taylor & Francis and Routledge at its core." Even more significantly (and as shown by the first criticism), the language and "argument" of the hoax piece is indistinguishable from sincere gender studies publications from a range of academic journals.


Es folgen Beispiele.

Lucas Schoppe merkt dazu an:

Es ist ein Basis-Klischee von Gender-Theorien, Männlichkeit mit Macht und Gewalt gleichzusetzen – unbeanstandet in einer Männlichkeitsforschung von Kimmel bis Connell. Kritische Wissenschaft ist hier keine Wissenschaft, die sich gegenüber Klischees distanziert verhält und deren Vertreter über die Grundlagen der eigenen Arbeit beständig reflektieren. Kritisch und wissenschaftlich sind hier Ansätze, die sich gegenüber der rituell als hegemonial fantasierten Männlichkeit subversiv, entlarvend, kampfbereit – eben feindlich verhalten.


Solange sich die "Genderstudien" dieser Kritik nicht öffnen, sondern jegliche Kritik pauschal als reaktionär verdammen, erfüllen sie den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit nicht.

Auf der männerpolitischen Website "A Voice for Men" sprechen die Verfasser des Hoaxes selbst das Problem der "Pay-to-Publish"-Fachmagazine an: Solche Magazine sind in eine Struktur akzeptierter Wissenschaftsmagazine eingebunden, und auch die dort veröffentlichten Beiträge werden entsprechend ernst genommen. Ein selbstreinigender Prozess der "Genderforschung" ist überfällig, wenn dieser "Fachbereich" nicht immer wieder vor allem als Lachnummer öffentliche Aufmerksamkeit erhalten soll. Purer Männerhass allein trägt als Forschungsbasis sicherlich nicht. Der eigentliche Hoax ist nicht dieser Artikel, sondern die Genderstudien an sich.



2. Opfergruppen protestieren gegen einen Richter, der eine Täterin im Bereich Partnerschaftsgewalt mit Samthandschuhen anfasste, um ihr die berufliche Karriere nicht zu versauen:

Speaking with Telegraph UK, Claire Waxman, the director of Voice4Victims said: "I think the Judge needs to be mindful of the way he sentences this case and his comments. Male victims of domestic violence struggle to come forward due to the way society views them. If the Judge passes a lenient sentence, this will discourage victims from coming forward and reporting."

She added: "This case raises some serious questions on how we view female perpetrators of domestic violence and how the effects of the crime on the victim is being overshadowed by the impact the sentence could have on the perpetrator's life."




3.
Gay men enjoy more privilege in social settings than their straight counterparts, suggests a new study published in the Journal of Social and Personal Relationships.

The study’s author, Max Morris of Durham University, interviewed 40 gay male students at four universities. As homosexuality has become more commonly accepted, most of the respondents reported that their campuses were "gay-friendly spaces" where they could forge friendships with people of diverse sexual orientations and genders.

After analyzing the interviews, Morris concludes that the men’s "visibly gay identity" gave them a form of privilege he calls "gay capital."


Hier geht es weiter.



4. Nach vier Jahren der Forschung gelangt eine feministische Wissenschaftlerin zu derselben Einsicht, die nicht nur auf Genderama von Anfang an vertreten wurde: Die Regel "Ja heißt ja", die verlangt, dass vor sexuellen Handlungen explizite Einverständnisse des Partners eingeholt werden sollen, funktioniert im wahren Leben einfach nicht. Um zu dieser Erkenntnis gelangen, wurden viele Interviews mit Menschen geführt, die tatsächlich Sex haben (anders offenbar als Feministinnen, denen solche Regeln einfallen).



5. Eine kanadische Studentenvereinigung bat um Verzeihung dafür, bei einer universitären Veranstaltung Lou Reeds Song "Walk on the Wild Side" gespielt zu haben. Das Lied enthalte einen "transphoben Text".



6. Im Magazin "Vice" findet man einen hübschen Artikel über eine Filmvorführung von "The Red Pill". Während sich der Autor selbst von der Aussage des Films distanziert (andernfalls würde er wohl kaum für "Vice" arbeiten), sind die Zuschauerreaktionen, die er einfängt, deutlich.



7. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir zu einem aktuellen Beitrag über Gewalt gegen Frauen in Mexiko:

Ze.tt zeigt ein 2-minütiges Video mit dem Titel "So diskriminiert Mexiko weibliche Opfer von Gewalt" über eine vermutlich ermordete Studentin in Mexiko. Ze.tt lässt Frauen zu Wort kommen und blendet folgende Aussagen in das Video ein:

(1) "Die Rate der ermordeten Frauen in Mexiko ist sehr hoch."

(2) "189 Frauen wurden 2016 getötet, 36 Prozent mehr als 2013."

(3) "In Mexiko bekommen Frauen die Schuld am eigenen Tod oft selbst zugeschrieben."

(4) "Der Hashtag #iftheykillme soll im Internet darauf aufmerksam machen."

Schauen wir uns die Fakten zu diesen Behauptungen an:

(1) Die Mordrate von Frauen in Mexiko ist in der Tat sehr hoch. Mexiko ist eines der 10 gefährlichsten Ländern der Welt, wie sich schnell recherchieren lässt. Jedoch werden in Lateinamerika im Verhältnis mehr Männer im Vergleich zum Rest der Welt ermordet: "Weltweit sind 79 Prozent der Mordopfer Männer. In Lateinamerika und der Karibik liegt der Anteil bei 85 Prozent."

(2) Diese Zahl kann nicht stimmen. Das wären bei 23.000 Morden unter 1% aller Morde in Mexiko. Vielleicht ist Mexiko-Stadt gemeint.

(3) Die dritte Aussage kann ich nicht überprüfen.

(4) Auf Twitter findet man 33 Accounts, die diesen Hashtag in den letzten Wochen genutzt haben.

Die überprüfbaren Fakten halten also keinem Faktencheck stand. Den in dem Video beschriebenen Fall gibt es in der Tat. Fakten dazu bekommt man bei der Süddeutschen Zeitung. Dort erfährt man auch, dass der eigentliche Hashtag #SiMeMatan lautet.

Die Süddeutsche rahmt diesen Fall dazu in den Kontext in Mexiko ein:

"Der aktuellen IISS-Studie zufolge hat Mexiko im vergangenen Jahr einen Anstieg der Mordrate um elf Prozent erlebt. 23 000 Menschen sind 2016 in dem Land ermordet worden, in Syrien waren es laut IISS 60 000 Menschen. Die IISS-Experten führen die Steigerung auf den von der früheren mexikanischen Regierung unter Felipe Calderón im Dezember 2006 ausgerufenen "Anti-Drogen-Krieg" zurück, mit dem die Kartelle zerschlagen werden sollten. "Doch als Ergebnis hat dieses Unglück über Mexiko gebracht: 105 000 Menschen haben allein zwischen November 2012 und Dezember 2016 durch Morde ihr Leben verloren", sagt der Experte."

Offensichtlich dient das Video nicht zur Information sondern alleine zur Empörung, um den Hashtag #iftheykillme zu verbreiten. Ze.tt (Partner von Zeit Online) arbeitet dabei mit alternativen Fakten. Eine enttäuschende journalistische Leistung. Sueddeutsche.de hingegen macht alles richtig.

Samstag, Mai 20, 2017

"Der konzeptionelle Penis als soziales Konstrukt" – News vom 20. Mai 2017

1. In Frankreich wurde die militante Feministin und Bloggerin Marlène Schiappa jetzt Staatssekretärin für Geschlechtergleicheit unter dem neuen Präsidenten Macron. Sie feierte diesen Aufstieg auf Twitter mit den Worten "Die Trolle werden weinen."



2. Zwei Philosophen haben einer Fachzeitschrift für Soziologie einen scheinbar wissenschaftlichen Artikel zur "Genderforschung" untergejubelt, der mit seinem bewusst unsinnigen Inhalt diese Pseudowissenschaft parodiert. Das Blog Rote Pille Berlin übersetzt die schönsten Passagen des von den Herausgebern der Zeitschrift ahnungslos veröffentlichten Beitrags.



3. "Die Frauenfeindlichkeit grassiert in Amerika, diese Studie beweist es" titelt die US-Zeitschrift Newsweek mit Verweis auf eine Untersuchung, der zufolge 87 Prozent aller Frauen zwischen 18 und 25 Jahren bereits sexuell belästigt wurden. Wer nicht daran glaubt, macht sich dem Artikel zufolge "sexistischer Verleugnung" schuldig. Das klingt reizvoll, weshalb ein genauerer Blick darauf lohnt, wie diese Horrorzahlen zustande gekommen sind. In der fraglichen Harvard-Studie heißt es:

In our national survey of 18 to 25-year-olds, 87% percent of women reported having experienced at least one of the following during their lifetime: being catcalled (55%), touched without permission by a stranger (41%), insulted with sexualized words (e.g., slut, bitch, ho) by a man (47%), insulted with sexualized words by a woman (42%), having a stranger say something sexual to them (52%), and having a stranger tell them they were “hot” (61%). Yet 76% of respondents to this survey had never had a conversation with their parents about how to avoid sexually harassing others. Majorities of respondents had never had conversations with their parents about various forms of misogyny.


Wenn eine junge Frau also in welcher Situation und welchem Kontext auch immer von einem Fremden berührt wurde, zählt das für Harvard und Leitmedien wie Newsweek als Beweis für die Allgegenwärtigkeit sexueller Belästigung. Wenn eine 18jährige eine andere als "bitch" bezeichnet, gilt das als Beleg für die grassierende Frauenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft. Als ein solcher Beleg gilt auch, wenn eine Frau von einem Mann, den sie nicht kennt, als "heiß" bezeichnet wird.



4. Und ein Kinderpulli mit der Aufschrift "Boys Will Be Boys" belegt was? Die Rape Culture in unserer Gesellschaft natürlich.



5. Gottseidank gibt es immer wieder Menschen, die sich von diesem Kult loseisen. Hier berichtet eine Feministin, warum sie den Social Justice Warriors den Rücken gekehrt hat. Ein Auszug:

I see increasing numbers of so-called liberals cheering censorship and defending violence as a response to speech. I see seemingly reasonable people wishing death on others and laughing at escalating suicide and addiction rates of the white working class. I see liberal think pieces written in opposition to expressing empathy or civility in interactions with those with whom we disagree. I see 63 million Trump voters written off as “nazis” who are okay to target with physical violence. I see concepts like equality and justice being used as a mask for resentful, murderous rage. (...) When you believe you are morally superior, when you have dehumanized those you disagree with, you can justify almost anything. In a particularly vocal part of the left, justification for dehumanizing and committing violence against those on the right has already begun.

I don’t yet know what to call this part of the left. Maajid Nawaz calls them the "Regressive Left." Others call them SJWs (Social Justice Warriors) or the Alt-Left. The ideology is post-modernist cultural marxism, and it operates as a secular religion. Most are indoctrinated in liberal elite colleges, though many are being indoctrinated online these days. It has its own dogma and jargon, meant to make you feel like a good person, and used to lecture others on their ‘sin.’ "Check your privilege"- much like "mansplaining" and "gaslighting"- all at one time useful terms- have over time lost a lot of their meaning. These days I see them most frequently being abused as weaponized ad hominem attacks on a person’s immutable identity markers ... a way to avoid making an argument, while simultaneously claiming an unearned moral highground in a discussion.

I have been wondering why more people on the left are not speaking up against violence, in favor of free exchange of ideas and dialogue, in favor of compassion. But I know why. I was in the cult. Part of it is that you are a true believer, and part of it is that you are fearful of being called an apostate  —  in being trashed as a sexist, racist, homophobic, transphobic, Islamophobic, xenophobic, fascist, white supremacist nazi. A friend recently wrote to me privately to say they find my latest posts "refreshing," and that they believe in free speech, but as someone who works in entertainment, they can’t say anything that might cause them to lose their job.




6. Die Daily Mail zeigt in einer anschaulichen Fotoreihe Frauen beim "Femspreading".



7. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir zu dem Artikel über die hawaiianische Professorin Piper Harron die weiße Männer aufruft, ihren Job zu kündigen:

Ich kann den Ausführungen von Piper Harron durchaus etwas abgewinnen. Wer als Mann die Ansicht teilt, dass Proporz wichtiger ist als individuelle Leistung, der sollte ihrem Vorschlag folgen und seinen Platz für eine Frau (natürlich bevorzugt eine woman of color) räumen. Auf diese Weise würde er die Schuldgefühle, die Feministinnen wie Harron ihm einreden, konsequenter ausleben, als wenn er sich für Quotenregelungen stark macht, die nur die Nachrücker ausbaden. Und wer so etwas nur aus Opportunismus oder Konformismus nachbetet, würde erst recht verdienen, dass man ihn beim Wort nimmt. Ich wäre gespannt, welche Ausreden so mancher erfinden würde. Hat Michael Kimmel den Artikel eigentlich schon gelesen?

Freitag, Mai 19, 2017

Nordrhein-Westfalen stoppt Benachteiligung von Männern – News vom 19. Mai 2017

1. In Nordrhein-Westfalen steht nach dem Regierungswechsel die von Rot-Grün initiierte männerfeindliche Praxis bei Beförderungen vor dem Aus.



2. Alice Schwarzer beklagt sich darüber, wie sich eine "Terrorclique" an der Uni Würzburg ihr gegenüber verhalten habe.



3. Schwedens Gleichstellungsministerin tourt weiter durch deutsche Leitmedien. "Jungs müssen lernen, dass Gewalt keine Lösung ist" titelt "Die Zeit".



4. #Aufschrei der Woche: Schwangeren zu raten, keinen Alkohol zu trinken, ist sexistisch.



5. Eine hawaiianische Professorin ruft weiße Männer auf, ihren Job zu kündigen:

A University of Hawaii math professor has urged every white man to quit their job or take a demotion and deemed those who disagree with her proposition as racist, sexist and transphobic.

Piper Harron, an assistant professor at the University of Hawaii who holds a PhD degree in mathematics from Princeton University, has penned an article for the American Mathematical Society (AMS) blog, calling on white men to "Get Out The Way".

"Not to alarm you, but I probably want you to quit your job, or at least take a demotion," Harron wrote, adding that “Statistically speaking, you are probably taking up room that should go to someone else.”

"If you are a white cis man (meaning you identify as male and you were assigned male at birth) you almost certainly should resign from your position of power," the professor added.

Donnerstag, Mai 18, 2017

Dachverband Männer, verfassungswidrige Quote, Menstruationsgerechtigkeit – News vom 18. Mai 2017

1. Die Veranstalter des Zweiten Deutschen Genderkongresses erreichte nach meinem Bericht darüber der Wunsch nach etwas mehr Informationen zum bei dieser Veranstaltung errichteten Bundesverband für Jungen und Männer. Daraufhin schlugen sie mir vor, den folgenden Absatz, der aus einer Presseerklärung zu dem Kongress zu stammen scheint, nachzufügen:

Der Kongress schloss ab mit der Ausstrahlung des Films "The Red Pill", welcher die zunehmende Diskriminierung von Jungen, Männern und Vätern in den USA verdeutlicht. Ein Teil des Wahlerfolgs von Donald Trump wird darauf zurückgeführt. Möchte man in Europa ähnliches verhindern, müssen die Regierungen beiden Geschlechtern die gleichen Rechte zugestehen, also auch Männern. Zu diesem Zweck gründeten zwölf überregional tätige Vereine im Anschluss an den Kongress den Dachverband "Bundesverband Jungen, Männer & Väter e.V. i.G." mit Sitz in Berlin. Zentrales Anliegen ist die Gleichberechtigung. Die beteiligten Vereine einigten sich als Ziel auf die kompromisslose Umsetzung des Artikels 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, zweitens die geschlechterpolitische Thematisierung und Beseitigung der Diskriminierung von Jungen, Männern und Vätern sowie drittens die Verurteilung und Beseitigung von Jungen-, Männer- und Väterfeindlichkeit ebenso wie Frauenfeindlichkeit."




2. Der Publizist Hadmut Danisch berichtet über ein ihm vorliegendes Gerichtsurteil vom 15. Mai 2017, dem zufolge das Landgericht Leipzig den Freistaat Sachsen wegen Frauenbevorzugung bei Professuren verurteilt habe:

Insbesondere sagt das Gericht, dass eine politisch gewünschte Frauenquote kein Abweichen von den Auswahlkriterien des Art. 33 Abs. 2 GG gestattet. (...) Frauen wegen des Geschlechts besseren Bewerbern vorzuziehen ist verfassungswidrig und löst Schadensersatz und Einstellungsanspruch aus.




3. Für den Deutschlandfunk hat Sarah Zerback Schwedens Gleichstellungsministerin Åsa Regnér auch zum Thema "häusliche Gewalt gegen Männer" interviewt:

Zerback: Gleichzeitig haben Sie ja auch ein Pflichtfach unter anderem durchgesetzt an der Universität. Das nennt sich "Männergewalt gegen Frauen". Jetzt ist es aber auch so, dass es Studien gibt, die sagen, gerade in Beziehungen, da gibt es auch viele Frauen, die Gewalt anwenden. Da steigen die Zahlen. Zumindest in Deutschland ist es etwa so, dass mittlerweile jedes fünfte Opfer in Beziehungstaten männlich ist. Was ist mit denen, was tun Sie für die?

Regnér: Ich denke immer noch, das große Problem in Beziehungen oder im Leben der Frauen in Schweden ist, dass Frauen nicht sicher sind in ihren eigenen Häusern oder Wohnungen. Das Problem ist eigentlich systematisch von Seiten der Männer gegen Frauen, weil es immer noch Männer gibt, die Gewalt als Kontrolle verwenden, und das ist bei uns das große Gesellschaftsproblem, würde ich sagen.

Zerback: Ein Gesellschaftsproblem, aber eines, für das nicht nur die Gesellschaft die Lösung suchen muss, sondern für das auch die Politik die Rahmenbedingungen stecken muss.

Regnér: Ja, natürlich! Und deswegen glaube ich, dass man überhaupt Maßnahmen für Gleichberechtigung einsetzen muss, aber auch besondere Maßnahmen, wenn es um Prävention der Gewalt geht. Aber natürlich: Wenn es gewalttätige Frauen gibt, dann muss man auch was dagegen tun. Die Gesetze sind auch für Frauen da. Aber unser Gesellschaftsproblem in Schweden ist Gewalt von Männern gegen Frauen, um Frauen zu kontrollieren.




4.
Immer mehr Frauen verzichten während der Periode auf jegliche Hygieneartikel – und halten das für ein feministisches Statement. Ernsthaft?


Mit dieser Frage beginnt Michèle Binswangers Artikel Hoch die Menstruationstasse!



5. Der Chronicle of Higher Education hingegen begeistert sich für die "Befreit-den-Tampon"-Bewegung, die universitäre Männertoiletten aus Gründen der Menstruationsgerechtigkeit mit solchen Hygieneprodukten ausstattet:

Part of the growing "free the tampon" movement has been an effort to make college more fair for students who menstruate, a concept for which Jennifer Weiss-Wolf coined the phrase "menstrual equity." (...) "We have smaller baskets in men’s rest­rooms, but the reason we do that is because there are some men on the campus who menstruate and so it’s just the whole idea of inclusion and making sure that nobody’s left out — it’s a very easy thing." (...) Despite online criticism about gender-­neutral menstrual products, Ms. Weiss-Wolf said that on the legislative front, the "menstrual equity" movement has had bipartisan support.




6. Eine relativ neue Studie ermittelt einen der Gründe dafür, dass Frauen seltener in Führungspoistionen sind – einen Grund, der mit "gläsernen Decken" und "patriarchaler Unterdrückung" nichts zu tun hat. Diese Erkenntnis allerdings ist nur die Grundlage für Forderungen nach mehr Sexismus zu Lasten von Männern:

Women with managerial careers are significantly less satisfied with their life than their male counterparts. Why? In a representative German panel dataset (GSOEP) we find biological constraints and substitutive mechanisms determining the subjective well-being of female managers. Women’s terminated fertility has a negative impact on women’s life satisfaction between the ages of 35 and 45, when managerial careers usually take off. Money and spare time can compensate for this biological difference. But to maintain an equivalent level of happiness, women need to be compensated by much more income for each hour of spare time given up than men do. So, in order to reach better gender equality in leadership positions, women must be either paid higher incomes (on average around 10%) or must be incentivized with more spare time than men. In the conclusion, we speculate on a new mix of carrots and sticks for advanced careers in order to boost female representation in leadership positions.




7. Zuletzt wieder einmal ein Fundstück bei meiner privaten Lektüre:

Als Gegner der feministischen Kastration der Gesellschaft sehen sich auch die Maskulisten, die als in den USA längst virulentes Phänomen nach 2000 über den großen Teich schwappten. Sie sind vor allem im Netz umtirebig. Neben dem Agieren als Hasskommentatormob versuchen Maskulisten, in Foren zum Thema Väterrechte Meinungshoheit zu erlangen. Eine singuläre Geschichte wird zum allgemeinen Skandal aufgeblasen und sodann zum eigenen Betroffenheitskatalog übergeleitet. Dieser ist biologistisch geprägt. Männer würden systematisch strukturell benachteiligt durch Gleichstellungspolitik und -> Genderwahn. Absurd ist die Klage, dass Frauen seltener Opfer von Gewalt werden, Männer also – "das ist Diskriminierung!" – in Schlägereien öfter von Männern aufs Maul bekommen.


Diese bestenfalls von vager Sachkenntnis Passage findet sich auf Seite 86 des "Wörterbuch des besorgten Bürgers" und wurde von Tobias Prüwer verfasst. Das Buch, das durchgehend in diesem Stil gehalten ist, gibt als Ziel vor, rechte Kampfrhetorik wie "Umvolkung", "Volkstod", "Rapefugees" und "Invasionsarmee" zu zerpflücken, schießt aber, wie man sieht, mitunter arg über dieses Ziel hinaus und verwendet selbst immer wieder eine aggressive Knüppelrhetorik, als ob die Autoren versuchen würden, eine Art "Pirincci von links" zu sein. Es endet mit einem Gespräch, in dem sich Georg Seeßlen und Klaus Theweleit immer wieder darin bestätigen, dass eine argumentative Diskussion mit der "Idiotie" der "Brüllfraktion", die sich "kontrafaktisch" in eine "Mordlust" steigere, sowieso keinen Zweck habe, da diese Leute doch sowieso selber wüssten, "dass es Quatsch ist, was sie erzählen". (Mit "Brüllfraktion" gemeint sind AfD, Pegida und Nazis, wobei diese Benennungen so beliebig ausgetauscht werden, als wäre das sowieso alles dasselbe.) Den AfD-Politiker Björn Höcke schlicht als "unüberbietbares Arschloch" zu betiteln ist, egal ob man dieser Ansicht zustimmt oder nicht, auch nicht gerade ein Höhepunkt der politischen Analyse. Was das Geschlechterthema angeht, ist Theweleit erkennbar heute noch so drauf wie in den Siebzigern und haut Sätze heraus wie: "Stimmen der Kinder und Frauen zählen nicht unbedingt weniger als die der (weltweit) immer noch vorherrschenden Mann-Idioten".

Kurz: Wer verstehen will, warum sich die Linke derzeit so schwer damit tut, Mehrheiten zurück zu erobern, sollte diese Bankrotterklärung der politischen Debatte lesen.

Empfohlen wurde sie unter anderem von Tagesspiegel, taz, Telepolis, Arte, MDR, Deutschlandfunk, Bento, junge welt und detektor.fm und liegt nach dieser gewaltigen Werbewelle zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Zeilen schreibe, bei Amazon auf Verkaufsrang 82.633, was bedeutet, dass es klinisch tot ist. Polemik scheint Journalisten weit mehr zu begeistern als die potentiellen Leser. Wenigstens die "junge welt" leistet sich immerhin einen Hauch von Kritik:

Das Prinzip des dogmatischen Ein- und Ausschlusses, das die Autoren den Besorgten zu Recht vorwerfen, praktizieren sie allerdings auch gern selbst. Der Unbesorgte hat den klaren Verstand gepachtet, der Besorgte ist von vornherein der Ignorante mit der unterkomplexen Denke, also eine ernsthafte Gefahr, aber kein ernstzunehmendes Gegenüber.

Mittwoch, Mai 17, 2017

Hochschul-Irrsinn, Feminismus und Gewalt – News vom 17. Mai 2017

1. Ein erneuter Anlauf, an der Uni Devon eine Gruppe für Männeranliegen zu gründen, wurde von dem dortigen Studentenverband erneut zurückgewiesen:

Alessandro Phillips wrote: "You stood up to give those students a voice in our societies and a safe place to go to discuss things without being shouted down, laughed at, and push out and the very things you campaigned against were used to silence you by the unjust mind-set of that body and its representatives. I see now that we live in a world where those who claim to campaign for 'equality' do not recognise or allow equality for anyone other than themselves."




2. Eine Studentin der Uni Oxford, die ihrem Freund ein Messer ins Bein rammte, könnte wegen ihres "außergewöhnlichen Talents" einer Haftstrafe entgehen. Eine solche Bestrafung, so der Richter, würde ihren Wunsch, ihrem Traumjob nachzugehen, zunichte zu machen. Die Studentin befindet sich derzeit im Urlaub auf Barbados und wird zum Semesterbeginn an ihr College zurückkehren.



3. Der Professorin für Geistes- und Medienwissenschaft Camille Paglia zufolge hält der Neo-Feminismus unserer Zeit Menschen dauerhaft davon ab, erwachsen zu werden:

Second-wave feminism went off the track when it started to demonize men and blame them for all the evils in human history. It’s a neurotic world-view that was formulated in too many cases by women (including Gloria Steinem and Kate Millett) with troubled childhoods in unstable homes. (...) My early role models, Amelia Earhart and Katharine Hepburn, were fierce individualists and competitors who liked and admired men and who never indulged in the tiresome, snippy rote male-bashing that we constantly hear from today’s feminists. I am an equal opportunity feminist who opposes special protections for women. What I am saying throughout my work is that girls who are indoctrinated to see men not as equals but as oppressors and rapists are condemned to remain in a permanently juvenile condition for life. They have surrendered their own personal agency to a poisonous creed that claims to empower women but has ended by infantilizing them. Similarly, boys will have no motivation to mature if their potential romantic partners remain emotionally insecure, fragile, and fearful, forever looking to parental proxies (like campus grievance committees or government regulators) to make the world safe for them.




4. Der Popstar Taylor Swift behauptet, sexuell belästigt worden zu sein, und zieht eine "Expertin aus den Genderstudien" als Zeugin dafür heran, dass Männer wie der Beklagte solche Dinge tun. Der protestiert:

Mueller has filed a motion asking the judge to preclude de Volo's testimony, arguing that she has never met or spoken to him yet has portrayed him as someone "likely to commit" sexual assault. "If her report addressed such extreme generalisations about race, as opposed to gender, Defendants would have been embarrassed to admit it," attorney Gabriel McFarland wrote in the motion.




5. Ein männlicher Feminist, der seine Botschaften über einen Youtube-Kanal verbreitet, wurde verhaftet, weil er eine Frau erschossen haben soll. Diese Nachricht weckt Erinnerungen an frühere Meldungen über kriminelle oder übergriffige männliche Feministen. Wenn es immer wieder solche Fälle in der Männerrechtsbewegung gäbe, würde es kein Ende an Artikeln darüber geben, wie gefährlich unsere politische Anschauung wäre.

Dienstag, Mai 16, 2017

Darf man eine Sportlerin derart schamlos fotografieren? – News vom 16. Mai 2017

Nachdem Genderama mehrere Tage lang ausgefallen ist, haben wir einiges an Meldungen aufzuholen.



1. Das Magazin Bento fragt:

Schön, dass Gasser so prominent beworben wird, sagen vielleicht einige – aber so? Halb nackt?


Vorsicht, das Foto hinter diesem Link, das die Sportlerin "halb nackt" zeigt, kann schockieren, triggern und stellt vielleicht auch eine Mikroaggression dar.



2. Der Berliner FDPler, der Gender-Sternchen verwendete, ist dadurch in einem Shitstorm gelandet. "Das muss doch nicht sein", findet Laura Hofmann im Tagesspiegel:

Deutschland muss es schon sehr gut gehen, wenn ein unschuldiges Sternchen die Menschen dermaßen aufregt. In ihrem Fraktionsstatut geht die FDP in Mitte übrigens noch weiter und benutzt das generische Femininum - also nur die weibliche Form.




3. Warum internationale Abkommen über Kindesentzug nicht funktionieren zeigt Report Mainz in einem knapp neunminütigen Beitrag.



4. Der Hamburger Frauen- und Migrantinnenmarsch ist gefloppt.



5. "Liebe Frau Schwarzer, ich bin kein Opfer" schreibt eine Muslima in der Huffington Post.



6. Will die AfD Frauen verbrennen, um das Klima zu retten, wie viele Qualitätsmedien schreiben? Natürlich nicht. Fake News mal wieder.

Zu dieser Meldung des bekannten Medienkritikers Stefan Niggemeier vom letzten Donnerstag gibt es jetzt einen Nachklapp: Journalisten machen keine Fehler, sie werden bloß missverstanden.



7. Spiegel-Online berichtet über die Notprostitution männlicher, minderjähriger Flüchtlinge in Griechenland: Er braucht 5000 Euro - ein Blowjob bringt 50. (Der Artikel wird mittendrin zum Bezahl-Artikel, aber das Grundproblem wird in den ersten Absätzen klar.)



8. Eine Zwanzigjährige in Uedem hat sich eine Vergewaltigung nur ausgedacht, um die Aufmerksamkeit ihres Freundes zu gewinnen.



9. Facebook betrachtet "Men Are Trash" als Hatespeech empört sich Libby Watson fassungslos auf Gizmodo:

As the old saying goes, "men are trash." If you’re a twenty-something woman, you’ve probably said this phrase to your friends at least once, possibly over alcoholic drinks after a man has done something bad. Or perhaps you’ve said it to coworkers after your dumb boss makes a boob joke in front of the entire company.

Apparently, however, sharing that sentiment on Facebook is a no-no. In fact, doing so can get your content removed, or even get you banned from posting for a period of time.

(...) When we reached out to Facebook, we got an answer: The company said that, under its guidelines, the posts fell under the category of hate speech; it would only allow such posts when it had enough context to know it was meant as humor, or was being used self-referentially. So it’s pretty clear: Facebook considers the phrase "men are trash" hate speech.

Facebook’s guidelines ban hate speech that "directly attacks people based on their race, ethnicity, national origin, religious affiliation, sexual orientation, sex, gender, or gender identity, or, serious disabilities or diseases." The guidelines also "allow humor, satire or social commentary related to these topics, and we believe that when people use their authentic identity, they are more responsible when they share this kind of commentary."

As all four of the affected posters pointed out, much worse stuff stays up all the time.

(...) More to the point: "men are trash" is not hate speech. Largely, men who act offended by things like "men are trash" or "white people suck" are doing it to make a point, not because they really are offended; they seem to think being offended by a slur is a fun activity they’re being left out of.

But I’m sorry, dudes: that just isn’t how it works. "Men are trash" is simply not the same thing as sexist attacks on women, because you don’t face the systemic oppression that makes sexist slurs so toxic. If you’re a man and someone calls you a stupid trash man, wow, I’m sorry you had a bad day. If someone calls a woman a bitch or a slut, that’s tinged with millennia of oppression.

Facebook acting like these are all the same thing — to put "men are trash" in the same category of speech as slurs — shows that, yet again, it just doesn’t get it.




10. Ein neuer EU-Bericht über geistige Gesundheit vernachlässigt Männer, berichtet das populärwissenschaftliche Magazin Psychology Today:

The European Parliament Committee for Women’s Rights and Gender Equality recently produced a report entitled "promoting gender equality in mental health and clinical research". This report was adopted by the Parliament in plenary in February 2017.

(...) Unfortunately, the report falls short on numerous fronts. (...) Firstly, the phrase "gender equality" is implicitly equated with women’s health throughout the report. Only two paragraphs out of 163 are devoted to men’s mental health.

(...) Men have significantly higher rates of suicide, substance use disorder and attention deficit hyperactivity disorder. Indeed, men make up over 75% of suicides in Europe, with over 43 000 European men killing themselves every year. Men are also significantly less likely to utilize mental health services compared to women, with only around 30% of service users being men.

These mental health inequalities are hardly discussed in the European Parliament report. As is often the case in these reports, the title is mendacious and does not reflect the report’s contents.

(...) Secondly, the report purports to promote gender equality, but the recommendations seem to actually encourage policies that would entrench inequality. For example, the document demands that "all women and girls have access to screenings" (p.17). And member states are asked to ensure "free access to health services for unemployed women" (p.18).

No similar calls are made for unemployed men, nor for screening access for men. Likewise, the document calls for free "access to mental health services—including women’s shelters" (p.10) for women. Again, there is no concomitant mention of men’s shelters, even though men make up over 75% of the homeless, and experience similar rates of intimate partner violence as women.

In short, the report consistently calls for one gender (women) to receive special privileges which are not accorded to the other gender (men). This is not consistent with the concept of "equality".

(...) Thirdly, the report appears to be driven by ideology rather than evidence. High rates of suicide in men are blamed on unproven factors such as "masculinity which may encourage suppression of emotions or resort to anger" (p.6). More bizarrely, mental illness in women is blamed on husbands, with the report declaring that "men do not devote themselves sufficiently to household tasks and bringing up daughters and sons, causing many women to suffer from depression, anxiety and stress" (p.18).

In contrast, discussion of proven risk factors for suicide or depression such as adverse childhood experience, financial strain, social isolation, divorce or bereavement are absent. Likewise, there is no acknowledgement that these can be experienced differentially by men and women.

The document also ignores vulnerable male sub-populations, despite evidence suggesting serious marginalization. For example, it calls on member states to "take account of the specific needs of lesbians and bisexual and transgender persons". But there is no mention of gay men, who have some of the highest suicide and self-harm rates in Europe.

(...) Hopefully, future reports on gender and mental health will recognize that the word "gender" does not automatically equate with "women". Men also have gendered issues that can impact mental health, and these must be recognized and addressed too.




11. Die Universität Arizona bezahlt inzwischen Studenten dafür, andere Studenten für "parteiliche Vorfälle" zu melden. Im National Review berichtet Katherine Timpf über diese moderne Form der Stasi.

In other words: These kids are being paid to tattle on other kids for anything they might consider to be a microaggression, and any students who gets these jobs should probably identify themselves so that other students will know to never invite them to their parties.

According to the university’s website, the official title of the position is "social-justice activist," and it pays $10 per hour. They can expect to work about 15 hours per week, which, as the Daily Caller notes, means that they will be making roughly $600 per month to behave like self-righteous, meddling nightmares.




12. Einer neuen Studie zufolge finden die meisten Frauen "toxische Männlichkeit" attraktiv.



13. In Kanada protestieren Feministinnen gegen mehr Rechte für Transsexuelle:

Two feminists are warning the Senate's legal and constitutional affairs committee that passing the federal transgender rights bill could threaten the existence of exclusively "female-born" women's spaces, like rape crisis centres, a controversial argument that has ignited a debate over who should call themselves a woman.

"We are worried that this well-intentioned legislation will be used to undermine the rights of women and the crucial work of women's groups," Hilla Kerner, a collective member of the Vancouver Rape Relief and Women's Shelter, told the Red Chamber committee studying Bill C-16.

"What we are saying is: If you were born a female, you are doomed. You are doomed in our society to be second-class. You do not have the privilege of growing as a male and have a choice to choose to be a woman. Surely, you cannot say these are the same thing."




14. Viele indische Ehemänner erleiden schweigend häusliche Gewalt, berichtet die Bombay Times.



15. Einer neuen Studie zufolge sind Menschen nicht einmal bereit, Texte mit anderen Meinungen als den eigenen zu lesen, wenn sie dafür bezahlt werden:

One of the study's authors, Matt Motyl, described this phenomenon as "motivated ignorance" in an interview with Vox. Participants were misinformed about the other side's arguments, and determined to remain that way. The emotional comfort they would lose by being exposed to contrary information was worth more to them than $4.

This has consequences for a democratic society, since it suggests that people do not tend to remain open to the best arguments for and against a certain policy. They willfully close their minds, because receiving contrary information is psychologically painful.


Und genau darum können Feminismuskritiker Feministinnen und feministisch geprägte Journalistinnen kaum erreichen.



16. Ich verlinke normalerweise keine längeren englischsprachigen Videobeiträge, weil ich vermute, dass bei dieser Sprachhürde noch mehr Leser aussteigen als bei schriftlichen englischen Texten. Aber der Mitschnitt von Cassie Jayes Auftritt im Institute of Noetic Science ist zu interessant, um ihn einfach zu übergehen.

Jaye schildert darin, mit welchen immensen Vorurteilen sie ihre ersten Interviews mit Männerrechtlern geführt habe, weil diese in den Medien so nachdrücklich als Frauenfeinde verunglimpft worden waren. Sie habe beim Zuhören regelmäßig auf entsprechende Herabsetzungen erwartet. Da sie aber wusste, wie wichtig es für professionelle Interviews sei, den Redefluss des Befragten nie zu unterbrechen, habe sie lange Zeit einfach nur zugehört. Beim Verschriftlichen dieser Statements habe sie sich automatisch noch intensiver damit auseinandergesetzt, so dass sie schließlich feststellen musste, dass die angeblich so virulente Frauenfeindlichkeit durchgehend fehlte. Sie habe gelernt, Männerrechtler immer weniger als Feind und immer mehr als Menschen wahrzunehmen.

Bei den Reaktionen auf ihren Film sei es ihr selbst dann exakt so gegangen wie den interviewten Männerrechtlern: Statt dass man sie gefragt habe, wie man Jungen und Männern am beste helfen könne, ging sämtliche Zeit immer wieder darauf verloren, dass sie sich gegen die Unterstellungen gegen sie verteidigen musste: "Ich wurde Opfer einer gezielten Schmierenkampagne nur weil ich zugehört habe und weil ich anderen Menschen erlaubt habe zuzuhören."

Jaye erklärt auch, dass sie sich nicht deswegen nicht länger als Feministin bezeichne, weil sie bei ihrer Recherche so viel über die Probleme von Männern gelernt, sondern weil sie bei ihrer Beschäftigung mit Feministinnen so viel über den Feminismus gelernt habe.

Ein zentraler Satz Jayes bei diesem Vortrag geht bereits als Mem durchs Netz:

If you start to humanise your enemy, you in turn may be dehumanised by your community.


Natürlich ist das vielfach auch meine eigene Erfahrung – nicht nur beim Thema Männerrechte, sondern auch, wenn ich Bücher über Jürgen Möllemann, Martin Hohmann und Eva Herman geschrieben habe: alles keine Monster, aber sobald du so über sie schreibst, wirst du selbst zur Zielscheibe.



17. Da ich weiß, wie schwer es freischaffende Publizisten haben, die sich bei ihrer Arbeit ausgerechnet Männern annehmen, bin ich einer der Unterstützer ("patrons") von Cassie Jaye mit einer monatlichen kleinen Spende. Das ist ein Betrag, der einem selbst nicht weh tut, sich beim Empfänger aber aufgrund der Gesamtzahl an Spenden läppert. Als Dank dafür erhält man von Cassie mitunter interessante Vorab-Informationen wie diese:

There are many announcements coming up, but since you are my patrons, I want you to be the first to know: The Red Pill was selected as a finalist for Digital Hollywood's DigiFest!

Digital Hollywood is a conference-type event for film industry professionals and DigiFest is a part of that conference. DigiFest takes place on May 25th at the beautiful, magnificent Skirball Cultural Center in Los Angeles. There will be screenings, panel discussions, cocktail parties and an awards ceremony where The Red Pill will be eligible for a couple awards!

DigiFest is also co-hosted by Women In Film (WIF) and this is technically the first time that a women's organization has chosen to publicly embrace The Red Pill movie, so I think that's very exciting!




18. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Auf dem Schweizer Staats-Sender Radio DRS1 läuft gerade ein Beitrag unter dem Titel "Wenn Papi auch Mami sein muss", in dem alleinerzeihende Väter zu Wort kommen. Die Beschreibung zur Sendung sagt eigentlich schon alles:

"Am Muttertag werden die Mütter landauf, landab mit Blumen, selbstgebastelten Serviettenhaltern und Frühstück am Bett beschenkt. Was aber ist mit all den alleinerziehenden Vätern, die auch Mütter sein müssen? Im «Treffpunkt» sagen wir ihnen Danke und reden über ihre Sorgen und Ängste."

Ein sehr positiver Kontrakpunkt.


Mehr Post. Einer meiner Leser macht mich auf eine Nachricht aus der Schweiz aufmerksam: Winterthurs Stadtpräsident unter Sexismus-Verdacht:

Michael Künzle, der Winterthurer Stadtpräsident, schenkt einer Gemeinderätin einen "Ken". Warum nicht gleich eine Sexpuppe?, fragt die Linke. Künzle will sich nicht entschuldigen.


"Gut sind auch die Kommentare darunter" schreibt mir mein Leser und wird dann ausführlicher:

Ganz kurz, warum mir immer mehr an dem Thema liegt. Ich bin Lehrer (zur Zeit nicht an einer Schule) und geben viel Nachhilfe in Mathematik. Da bist du gleich doppelt ein Hassobjekt: erstens Mann, zweitens Mathematiklehrer.

Mittlerweile hat man mich zweimal versucht gezielt zu diffamieren und zwar mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung. Weil Schülerinnen nicht die erhofften Leistungssteigerungen durch meine Nachhilfebemühungen erreichten oder ich diesen Schülerinnen eben nicht alles einfach "niederlegte und aufzeigte", sondern sie sich die Mathematik erarbeiten müssen (nichts anderes ist ja lernen), haben zwei Schülerinnen gegen mich Vorwürfe erhoben.

Die Vorwürfe lauteten immer, sie würden bei mir nichts lernen (die Leistungen und Noten haben sich in beiden Fällen nicht verbessert) und ich würde sie bedrängen, anfassen oder anstarren ("am Arm berühren").

Zu meinen Aufgaben gehört es, dass ich Schüler beim Lernen beobachte und schaue, was sie falsch machen oder sie davon abhält, richtig Mathe zu machen. Dabei beobachte ich die Schüler oft, zum Beispiel, dass Aufschriebe falsch gemacht werden oder der Taschenrechnen nicht richtig bedient wird, weil zum Beispiel Rechenregeln bei der Eingabe nicht beachtet werden. Damit ich das aber beobachten kann, ziehe ich manchmal den Arm oder die Hand vom Taschenrechner weg. Ich mach dies ohne verbale Kommunikation. Das habe ich im Studium an der PH als eine Methode gelernt, weil damit Denkprozesse im Gehirn nicht unterbrochen werden (weil bei Sprache das Gehirn diese erst verarbeiten muss).

Die Vorwürfe haben sich jedesmal entkräftigen lassen, weil sie haltlos sind und weil mein Chef hinter mir steht. Er kann die Situation nachvollziehen und bestätigt auch mein ungutes Gefühl in der Situation, weil er diese auch schon hatte.

Ich habe mich dann mal mit einer Lehrerkollegin an einer öffentlichen Schule ausgetauscht. Sie berichtete mir, dass es in den letzten zwei bis drei Jahren extrem zugenommen hat, dass junge Mädchen (und teilweise auch Jungs) der Klassen 5-7 sich permanent untereinander bezichtigen und Anschuldigungen aussprechen. Sehr oft, so meine Kollegin, auch über den Vorwurf des Anstarrens als sexuelle Belästigung. In ihrer Schule weigern sich mittlerweile Sportlehrer, die fünften und sechsten Klassen zu unterrichten. Normalerweise werden Schüler in dieser Stufe noch gemeinsam unterrichtet. Die Sportlehrer haben aber mittlerweile Angst, dass sie permanent beschuldigt werden.

Heute war ich bei einer Bekannten eingeladen. Der Freund (15) ihrer Tochter (14) geht auf eine Realschule. Ohne meinen Hintergrund zu kennen, hat er auch von gleichen Zuständen an seiner Schule berichtet: Sportlehrer weigern sich, Schülerinnen zu unterrichten, Schülerinnen aus den niederen Klassen würden in einer Selbstherrlichkeit andere Schüler der sexuellen Übergriffe bezichtigen. Dabei, so der Freund, würden diese Mädchen in der 5. Klasse schon im Push-up und nabelfrei durch die Gegend stolzieren, also auffallen wollen um jeden Preis. Und wenn die Aufmerksamkeit da ist, kommen sie damit nicht zurecht.

Im Studium hatte ich das Thema Resilienz zum Inhalt einer Veranstaltung in Psychologie. Ich kann nur erahnen, dass in den nächsten Jahren mit diesen jungen Menschen, die ohne resiliente Erfahrungen groß werden, es die Gesellschaft (in erster Linie der männliche Teil), sehr, sehr schwer haben wird. Die Auswirkungen auf künftige Arbeitsverhältnisse oder in Beziehungen werden wohl ... hm, hier fehlt mir das passende Wort dazu. Ich kann es mir eigentlich nicht mehr vorstellen.

Ich glaube, ich bin da als Lehrer nicht alleine. Den ersten guten Rat im Einführungsparktikum an einer Schule war: Sei nie alleine mit einer Schülerin in einem Raum! Ich hätte nie gedacht, wie schlimm sich diese permanente Angst auf einen auswirken kann. Es lähmt dich im Umgang mit Menschen (Frauen!). Am liebsten meide ich heute diesen Umgang einfach, dann kann auch nichts passieren.

In deinem Blog habe ich heute deinen Bericht über den Gender-Kongress gelesen und auch über den Zwischenfall. Ich kann das so nachvollziehen, wenn du da in eine Ecke gestellt wirst und deine Beschuldiger sich jedem sachlichen Argument verwehren, das ist nur noch pubertär!

Vielleicht melden sich noch weitere Lehrkräfte mit ähnlichen Erfahrungen.


Siehe zu diesem Thema auch: False rape claims have made teaching 'like buying a lottery ticket' for men, says private girls' school geography teacher who was wrongly accused.

Montag, Mai 15, 2017

Der Zweite Deutsche Genderkongress und die Wiedergeburt der FDP

Zivilcourage: Mut, den jemand beweist, indem er humane und demokratische Werte (z. B. Menschenwürde, Gerechtigkeit) ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o. Ä. vertritt

Definition des Duden



Verein "Liberale Männer in der FDP" gründet

Ihm sei "abgeraten" worden, zu diesem Genderkongress zu erscheinen, berichtet Joachim Thiel, der als Vertreter der CSU dann doch eines der Geleitworte zu dieser Veranstaltung in der Nürnberger Meistersingerhalle spricht. Zwar nehme er die Probleme von Männern wahr und sehe ein, dass die Parteien vor allem das Väterthema vernachlässigt hätten, aber er warne vor "Antifeminismus", da ein "anti" keine konstruktive politische Haltung ausdrücken könne. (Ich finde das nachvollziehbar und bezeichne mich deshalb auch als Männerrechtler statt "Antifeminist".)

Dass der Applaus für Thiel eher verhalten bleibt, mag auch daran liegen, dass er ein zigfaches der veranschlagten Zeit beansprucht, ohne wirklich viel zu sagen. Nach ihm ist Dr. Beer von der FDP Regensburg an der Reihe und räumt nach herzlichen Grüßen von der FDP Bayern in fünf Minuten alles ab, was Thiel in einer Dreiviertelstunde hat stehen lassen. Immer wieder erhält er Zwischenapplaus: Ob er sich gegen die Quote ausspricht, klar benennt, dass Gleichberechtigung bisher zu einseitig gedacht und die Rechte von Jungen und Männern, die ja auch Menschen seien, vernachlässigt werden, oder ob er darauf aufmerksam macht, dass gerade ein Verein "Liberale Männer in der FDP" in Gründung ist.

Kurt-Jürgen Bär, Mitglied der Linken, möchte, wie er in seinem Grußwort ausführt, gerne die gesellschaftspolitische Diskussion um das Mannsein voranbringen und verschiedene Kombinationen von Rollenmodellen zulassen. Als Konterpunkt zu ihm prangert direkt danach Thomas Fügner von der AfD Gender als "ideologisches Gesellschaftskonzept ohne wissenschaftliche Überprüfung" an, das das friedliche Miteinander von Mann und Frau zerstöre. Dabei betont Fügner, wie sehr ihm insbesondere ein Gespräch auch mit anderen politischen Lagern ein Anliegen sei, und er erwähnt Tim Walter von der FDP und mich als "dezidierten Linken", mit denen man trotz gravierenden Meinungsverschiedenheiten aggressionsfreie Gespräche führen könne. (Ich kenne Feministinnen, die mit mir dieselbe Erfahrung gemacht haben.)

Von zwei Parteien gibt es keinen Redner auf diesem Kongress: von der SPD und den Grünen. Dort erscheint es offenbar als Zumutung, sich mit Bürgern zu unterhalten, die geschlechterpolitisch andere Auffassungen vertreten könnten als man selbst. Davon abgesehen ist der Bogen, der an diesem Tag gespannt wird, wie man sieht, sehr weit und versucht, die unterschiedlichsten Perspektiven aufzunehmen. Auf dem Kongress versammelt sind vor allem die Vertreter von Vätergruppen, außerdem von NGOs wie MANNdat und mehrere Schriftsteller wie Bernhard Lassahn und Gunnar Kunz. Im Publikum findet man Herren im Anzug ebenso wie Aktivisten im Storch-Heinar-T-Shirt; Frauen und Kinder sieht man natürlich auch. Aus der Blogger-Community ist Elmar Diederichs erschienen; er leitet einen Workshop und gehört zum Orga-Team, das für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgt. Unter den Namensschildchen am Empfang entdecke ich mit Hans-Georg Nelles auch den stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesforums Männer. Zum Ende der Veranstaltung allerdings liegt dieses Schildchen immer noch dort.

Das ist schade, denn wer nicht kam, hat einiges verpasst an diesem Tag. So tritt nach den Grußworten aus der Politik Professor Dr. Werner Leitner, Vizepräsident der IB-Hochschule Berlin, ans Mikrofon und referiert zur Problematik der Gutachten, die bei Sorgerechtsentscheidungen am Familiengericht eine Rolle spielen. Dabei stellt er überzeugend dar, dass der bei weitem überwiegende Teil dieser Gutachten wissenschaftlich nicht nachvollziehbar sei – und zwar in einem Ausmaß, dass sie, wären sie die Hausarbeit eines Studenten, zurückgewiesen werden müssen – und sich oft auf komplett veraltete Fachliteratur etwa vom Anfang der achtziger Jahre bezögen: "Circa 80 Prozent der Gutachten sind stark mängelbehaftet." Zu diesem Vortrag gibt es zahlreiche Fragen vor allem von Trennungsvätern, denen man anhört, wie stark sie von derartigen nicht nachvollziehbaren Gutachten geschädigt worden sind.

Tom Loff vom Verein "Väter in Not" spricht an, dass bei der Debatte über Ehescheidung die Prävention viel zu kurz käme. Er rechnet vor, dass sich aufgrund der großen finanziellen Belastung vieler Familien einerseits und der staatlichen Unterstützung getrennt erziehender Mütter andererseits viele Frauen durch eine Scheidung finanziell deutlich besser stellen, was einen Einfluss darauf habe, ob sie sich zu einer Trennung entschließen. Generell würden Familien so wenig gefördert, dass man sich nicht zu wundern brauche, wenn immer weniger Menschen eine solche Familie gründeten. Da er zudem im Bereich der Prävention vor häuslicher und sexueller Gewalt arbeite, wisse er auch, wie wenig in diesem Bereich die offiziellen Statistiken über Täter und Opfer mit der Wirklichkeit zu tun haben.

Es folgt ein Vortrag von Dr. Bruno Köhler, MANNdat, der das Gesamtthema der Männerdiskriminierung umreißt und damit über die Anliegen von Vätern hinaus führt. So legt Köhler dar, wie in Deutschland die Einführung des "Gender Mainstreamings" oft damit rechtfertigt wurde, jetzt sei es vorbei mit der einseitigen Frauenförderung und auch der Mann käme als Nutznießer von Geschlechterpolitik ins Spiel: Es sei eine Win-win-Situation für beide Geschlechter, und es würden die Problemlagen beider Geschlechter angegangen. Wie wenig diese Rhetorik mit der Wirklichkeit zu tun hatte verdeutlicht Köhler in den unterschiedlichsten Feldern, etwa der Männergesundheit und der entgegen dringenden Aufforderungen der OECD im Jahr 2003 bis heute fast komplett fehlenden Bildungsförderung von Jungen. Er zeigt, wie Männer schon in Artikeln des Grundgesetzes, aber auch im Sozialgesetzbuch diskriminiert werden und zerpflückt das unsägliche WDR-Interview Annika Francks zur Benachteiligung von Jungen, wobei er auch auf die lesenswerte Analyse "Der WDR und der Hass auf Jungen" des Gymnasiallehrers und Bloggers Lucas Schoppe hinweist.

Auf internationaler Ebene illustriert Köhler anhand der Opfer der Terrorgruppe Boko Haram, wie zynisch grundsätzlich mit Jungen umgegangen wird: Werden sie mehrfach in größeren Gruppen abgeschlachtet, findet das seitens Politik und Medien keine Erwähnung, aber sobald Mädchen von Boko Haram entführt wurden, kam es zu einer internationalen Kampagne, bei der sich auch deutsche Promis mit der Forderung "Bring back our Girls" ablichten ließen. Als MANNdat deutsche Politiker auf diese Einseitigkeit anschrieb, antworteten diese mit verständnislosen Reaktionen.

Zuletzt zeigt Köhler ein Experiment mit versteckter Kamera der britischen Initiative "Mankind", das veranschaulicht, wie komplett unterschiedlich Menschen reagieren, je nachdem ob eine Frau oder ein Mann Gewalt durch den Partner erleidet.

Köhlers Vortrag stößt vielfach auf begeisterte Reaktionen, denn Köhler ist in diesem Bereich so stark wie Cassie Jaye im Bereich der filmischen Dokumentation. Bei all den vielen Punkten, die Köhler anspricht, nennt er immer wieder genau das zentrale Argument, verwendet Belege aus den seriösesten Quellen und setzt Graphiken ein, die eine groteske Einseitigkeit der Geschlechterpolitik auf einen Blick erkennbar machen. Statt sich in der Vielschichtigkeit des Themas Männerdiskriminierung zu verzetteln, führt Köhler souverän von einem Punkt zum anderen. Auch André Rossnagel vom Väternetzwerk, der diesen Kongress moderiert, spricht Köhler nach diesem Auftritt besondere Anerkennung aus: Das sei jetzt schon der zweite sehr sachliche Vortrag, den er von Köhler gehört habe, weshalb es ihm unverständlich sei, dass MANNdat bei den Vertretern der politischen Parteien derart hart in der Kritik stehe.

Rossnagel selbst spricht nun über das väterfeindliche Justizsystem und die Untätigkeit der Politik, wobei er die fehlende Vorhersagbarkeit vieler richterlicher Entscheidungen hervorhebt, was zu einem spürbaren Mangel an Rechtssicherheit führe. Er sieht allerdings Anzeichen dafür, dass zumindest das Kindeswohl zukünftig stärker und vor allem wissenschaftlich fundierter gewichtet würde. Seiner Einschätzung nach sei es eine letztlich überschaubare Gruppe, die die Spielregeln der Geschlechterpolitik bestimme, und er rät mit Nachdruck dazu, immer wieder bei Bundestagsabgeordneten der eigenen Region auf Verbesserungen zu dringen.

Wir erfahren an dieser Stelle, dass die bisherige Halbzeitstelle des Nürnberger Männerbeauftragten Matthias Becker auf eine Vollzeitstelle erweitert wurde, was uns alle auch deshalb sehr freut, weil die Verantwortlichen für diesen Kongress auch die Einrichtung dieses Männerbeauftragten angestoßen hatten. (Dankbarkeit dafür gibt es von Becker allerdings nicht. Stattdessen erklärte er, vieles an diesem Kongress sei "wirr" und manche Inhalte "unsäglich", die Verbände hinterließen "verbrannte Erde".)

In der Mittagspause nach diesen Vorträgen komme ich mit verschiedenen Besuchern ins Gespräch. Besonders freut mich das Feedback eines jungen Vaters, der nach der Lektüre meines Buches "Rettet unsere Söhne" seinen Sohn zum Spaß am Lesen heran führte, was auch bedeutet habe, dass dieser längere Zeit konzentriert stillsitzen könne. Eine mit ihm befreundete Lehrerin verwende erfolgreich die Methode zum Lesen- und Schreiben-Lernen "synthetic phonics", die ich in meinem Buch vorstelle.



Feministinnen empfehlen: "Fickt Arne Hoffmann!"

Nach der Mittagspause verteilen sich die Kongressbesucher auf die einzelnen Workshops, wobei ich selbst den Workshop der international aktiven Männerrechtlerin Karen McFly besuche, der auf der Terrasse hinter der Meistersingerhalle stattfindet. Karen positioniert sich in der Eröffnung gegen die These des CSU-Politikers Thiel, von einer "Anti"-Haltung sei abzuraten: In ihrer Jugend in der DDR etwa sei diese "Anti"-Haltung gegen die herrschende Ideologie verbreitet und sinnvoll gewesen. Auch beim Feminismus gäbe es einiges zu kritisieren ....

Weiter kommt sie nicht, weil an dieser Stelle das Anschauungsobjekt für Karens Position eintrifft: Über einen Fußweg nähert sich begleitet von Schlachtrufen und aus Lautsprechern dröhnender aggressiver Musik eine Gruppe von etwa acht Feministinnen und Feministen im Alter von 18 bis 20 Jahren, die eher auf CSU-Linie zu liegen scheinen und die Spruchbänder: "Antifeminismus bekämpfen" und "Genderkongress = antifeministische Kackscheiße" mit sich führen. Einer von ihnen trägt einen Hoodie mit dem Slogan "Refugees welcome". Puh, das wäre beinahe schief gegangen: Beim Genderkongress 2015 hatte ich ein Sweatshirt mit demselben Slogan getragen, und es gibt nichts Peinlicheres as wenn zu einer Veranstaltung zwei Leute in fast identischer Garderobe erscheinen.

Als es kurz wenigstens etwas ruhiger wird, versuche ich, mit einer der Randaliererinnen ins Gespräch zu kommen, woraus sich ein etwas bizarrer Wortwechsel entwickelt. ("Ihr wisst schon, dass ihr gerade eine Frau zum Schweigen gebracht habt?" – "Das ist mir scheißegal, Dicker!" – "Hey, ist das nicht übelstes Fat-Shaming?" – "Das ist mein Sprachgebrauch." – "Was ihr hier macht, ist übergriffig und ausgrenzend." – "Mit dir diskutiere ich nicht.") Der einzige Nutzen dieses Gesprächs ist, dass ich jetzt nachfühlen kann, wie es einem Vater mit einer in der Pubertät stecken gebliebenen Tochter geht.

Nachdem die Feministinnen vor allem gegen mich protestieren, fragt Karen eine von ihnen: "Gegen welche Thesen von Arne hast du denn einen Einwand? Was hast du denn von ihm gelesen?" Die angesprochene Feministin kann diese Frage nicht beantworten, ist aber nicht davon abzubringen, dass ich "rechts" sei, was sie als skandalös empfindet.

Währenddessen kommt es hinter mir zu einer Rangelei zwischen Feministinnen und Mitarbeitern der Security, weil die Feministinnen den Boden hinter der Kongresshalle mit einer Parole zu besprühen begonnen haben. (Ich mahne an, Gewalt zu vermeiden und die Situation zu deeskalieren, wobei ich ironischerweise auf meine Rolle bei linken Protesten in meiner Studentenzeit zurückgreife. Das Gerangel stoppt dann auch tatsächlich.) Auf dem Fußboden bleibt die ominöse Buchstabenfolge "FCK ARN" zurück. Nach einigem Gerätsel lässt sich das wohl nur als hastiger Beginn der Worte "FICKT ARNE HOFFMANN" interpretieren, was immerhin mal eine feministische Forderung wäre, der ich zustimmen kann, auch wenn ich bisher nicht auf den Gedanken kam, sie auf Trottoirs zu sprühen. War der ganze Pick-up-Kram also doch zu etwas gut ...

Jemand teilt den Störern mit, dass die Polizei verständigt wird, was auf eine aggressive Antwort stößt ("Dann holt halt die scheiß Cops!"), aber als etwas später das Geräusch einer näherkommenden Polizeisirene immer lauter wird, flüchten die Krawallmacher schnell. Die eingetroffenen Beamten nehmen Strafanzeigen auf. (Außer der Sachbeschädigung durch die aufgesprühte Parole wurde offenbar einer der Security-Leute an der Hand verletzt, als er die Feministinnen beim Begehen dieser Tat stoppte.)

Ich finde es bemerkenswert, wenn die Parteien von der Linken bis zur CSU den Standpunkt vertreten, dass man gegen solche Feministinnen und ihre Ideologie auf keinen Fall eine "Anti"-Haltung einnehmen dürfe.

"Die meinen uns gar nicht", erklärt André Rossnagel, nachdem wir in die Halle zurückgekehrt sind. "Die wissen nur nicht, dass sie uns nicht meinen." Das stimmt, aber es besteht in diesem Lauge offenbar auch keinerlei Interesse zu überprüfen, ob die eigenen Angstphantasien überhaupt mit der Wirklichkeit übereinstimmen. So steht schon während der Kongress noch läuft eine Verlautbarung der feministischen Störer online, in der es heißt:

Dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben ist eine Tatsache, dass es einen offenen Austausch auf Augenhöhe braucht in dem diverse Stimmen und Perspektiven Raum haben, ist zentral für einen emanzipatorischen Prozess. Darum geht es den Veranstalter_innen des diesjährigen Genderkongresses allerdings nicht. Das zeigt sich sowohl an der Redner_innenliste von 2015 als auch von diesem Jahr, wo beispielsweise der bekennende Antifeminist Arne Hoffmann sprechen wird. Er ist Mitbegründer von MANNdat und Agens.de, schreibt regelmäßig für die Junge Freiheit und betreibt im Internet den Blog Genderama.


Nun bin ich weder "bekennender Antifeminist" noch Mitbegründer von MANNdat und schreibe ganz sicher nicht regelmäßig für die "Junge Freiheit", aber es ist unmöglich, das den Feministinnen mitzuteilen, weil sie nicht mit Menschen diskutieren wollen, die regelmäßig für die "Junge Freiheit" schreiben.

Zugegeben: Es handelt es sich bei den Störern um eine kleine Gruppe von Leuten, die ihrer Pubertät anscheinend noch nicht vollkommen entwachsen sind. Problematisch allerdings ist, dass ihre wesentlich älteren Stichwortgeber in Politik und Medien oft denselben Eindruck machen – und generell so wirken, als ob sie eine offene Debatte mit Eifer torpedieren wollten.

So fand man am Tag des Genderkongresses einen Artikel Claudine Staubers darüber online, in dessen erstem Absatz es heißt:

"Beschränkt sich Gewalt auf ein Geschlecht?" Die Frage darf man stellen auf einem Kongress über Geschlechtergerechtigkeit. Lädt man zum Thema allerdings Referenten wie den hessischen Autor Arne Hoffmann ein, dann will man polarisieren. Hoffmann schreibt in seinem Internetblog über Männerdiskriminierung, aber er polemisiert dort auch mit Zitaten wie diesem: "Maskulismus ist das leise Räuspern eines Mannes in einem Raum voller Kreischtussen."


Man sieht hier sehr anschaulich, dass der Vorwurf, mit bestimmten Leuten solle man nicht diskutieren, weil sie "rechts" seien, für deren Ausgrenzung eigentlich beliebig ist. Lässt sich eine entsprechende Verortung nicht belegen, genügt für diese Ausgrenzung schon ein flapsiger Spruch, der den Gouvernanten in dieser Debatte nicht passt. (Flapsige Sprüche von Feministinnen hingegen werden natürlich als "witzig", "pointiert" und "schlagfertig" präsentiert.) Wenn eine entsprechend ausgerichtete Journalistin allerdings offen schreiben würde "Ich will den nicht, weil der eine andere Meinung hat als ich", würde das ein klein wenig egozentrisch klingen.

(Herzlichen Dank übrigens an den Blogger Adrian für das von mir übernommene pointierte Apercu über die "Kreischtussen", dessen Fundiertheit ja gerade bei diesem Kongress deutlich wurde. Ich wechsele die Headings in meinem Blogroll immer wieder aus, und normalerweise wird Genderama wohl gerade wegen seiner sachbezogenen Analyse von den Leitmedien ignoriert. Wenige Tage nachdem ich mich für das Zitat eines wenigstens leicht provokanten Statements entschieden habe, greift es eine Vertreterin dieser Leitmedien prompt mit spitzen Fingern auf ... Trotzdem werde ich auf Genderama nicht zu einer rein provokativen Rhetorik wechseln.)



Erster Bundesverband für Männeranliegen errichtet

Nach einer Tombola, bei der mehrere Bücher (unter anderem mein Plädoyer für eine linke Männerpolitik) verlost werden, kommt es zur zweiten Runde der Workshops. Danach sehen wir gemeinsam Cassie Jayes Film "The Red Pill", in dem deutlich wird, dass Feministinnen im Ausland genauso hasserfüllt und aggressiv wie bei uns gegen all jene vorgehen, die eine Geschlechterpolitik einfordern, die Frauen UND Männern zugute kommt.

Die meisten Kongressbesucher verabschieden sich, aber einige von ihnen bleiben, um den zweiten großen Gewinn dieses Kongresses – nach der Bekanntgabe der Gruppe "Liberale Männer in der FDP" – herbeizuführen, nämlich die Errichtung eines ersten deutschen Bundesverbandes, der sich engagiert für die Anliegen von Jungen, Vätern und Männern einsetzt. (Darüber, dass hier das unter Frauenministerin Schwesig bestehende "Bundesforum Männer" fast komplett versagt hat, besteht durchgehend Einigkeit.) Ein solcher Bundesverband der verschiedensten männerpolitischen Graswurzel-NGOs, sollte vielen Politikern zeigen können, was für eine große Zahl an Wählerstimmen es hier zu gewinnen gilt. Über diesen Verband werde ich ebenso wie über die Entwicklung der "Liberalen Männer" auf Genderama zukünftig immer informieren, wenn es etwas zu berichten gibt.



Die Wiedergeburt der FDP

Ein weiterer Grund zum Feiern ist an diesem Wochenende das Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen:

Ein krachendes Desaster für Rot-Grün.

Die dritte Wahlniederlage in kurzer Folge für die SPD, wobei die Spezialdemokraten in ihrem "Kernland" das schlechteste Ergebnis seit 1947 einfuhren.

Die Halbierung der geschockten Grünen fast auf die Hälfte.

Ein Ausblick auf die Bundestagswahl mit dem zuvor bereits als "Gottkanzler" gepriesenen Kandidaten Martin Schulz.

Das stärkste Ergebnis für die nordrhein-westfälische FDP seit 1947.

Wie kam es dazu? Ich kann hier natürlich nicht sämtliche Ursachen analysieren, wohl aber jene, die mit Geschlechterpolitik zu tun haben. Wir erinnern uns:

Nordrhein-Westfalen war das Bundesland, in dessen Landtag die dortige FDP den damaligen MANNdat-Vorsitzenden Dr. Andreas Kraußer und mich als Experten einlud. Bei den Reaktionen der rot-grünen Abgeordneten (sowie denen der Piratenpartei) war der starke Widerwille kaum zu überhören, sich überhaupt mit Menschen wie uns und Themen wie "häusliche Gewalt gegen Männer" beschäftigen zu müssen.

Auf Genderama bloggte ich in den vergangenen Jahren kontinuierlich darüber, wie die nordrhein-westfälische FDP immer wieder männerfreundliche Anträge in den Landtag einbrachte, nur um von Rot-Grün regelmäßig abgeschmettert zu werden: eine lange Kette von Frustrationserfahrungen, sobald es um Unterstützung für Jungen und Männer geht.

Es waren SPD und Grüne, die in Nordrhein-Westfalen ein Männer diskriminierendes Gesetz zur Beförderung im Öffentlichen Dienst durchdrückten, das zu einer Welle von Klagen und scharfen Protesten durch die FDP führte und inzwischen per Gerichtsurteil als verfassungswidrig erkannt wurde.

Kurz: In Nordrhein-Westfalen wurde die sexistische Verkommenheit der rot-grünen Parteien besonders sichtbar. Während man sich selbst und einander immer wieder als moralisch besonders hochwertig inszenierte, machte man aus seiner Verachtung für Männerrechtler, die sich unfassbarerweise auch für männliche Gewaltopfer einsetzen, keinen Hehl. Immer wieder entstand das Bild von Hohepriestern und Hohepriesterinnen, die Loblieder singend Weihrauchfässchen schwenkten, während sie durch das Blut zahlloser Männer schlurften und auf diejenigen Frauen und Männer, die diesen Opfern halfen, verachtungsvoll herab sahen.

Es ist insofern völlig klar, dass die "Wiedergeburt der FDP", wie heute etwa Süddeutsche und Berliner Morgenpost titeln, in Nordrhein-Westfalen beginnt.

Damit entsteht eine Dynamik, die nicht nur für Männer, sondern für etliche Bürger insgesamt ein Segen sein kann. Im letzten Jahr hatten bereits auf Ebene der Bundesländer die FDP Bayern und die FDP Brandenburg das Doppelresidenzmodell nach Trennung der Eltern beschlossen. (MANNdat berichtete.) Auf ihrem Bundesparteitag vom 28. bis zum 30. April 2017 hat die FDP diesen Beschluss jetzt auch auf Bundesebene gefasst. Diese Forderung wurde auch in das Bundestagswahlprogramm der Partei aufgenommen.

Eine ähnlich markante Vorreiterrolle nimmt nun auch die Gruppe "Liberale Männer in der FDP" ein: Solange KEINE Partei etwas für Jungen und Männer getan hat, konnte sich das auch JEDE Partei leisten. Es gab schlicht keinen politischen Wettbewerb auf diesem Gebiet. Diesen Wettbewerb hat die FDP inzwischen eröffnet.

Als Reaktion darauf, dass Vertreter der FDP maskulistische Gedanken übernehmen und mit Männerrechtlern wie mir intensive Gespräche führen, kann das linke Lager noch nicht einmal mehr erfolgsversprechend mit der billigen Rhetorik reagieren, damit positioniere sich die FDP als radikal rechts. Dieser Vorwurf nämlich wird schon in der Auseinandersetzung mit der AfD verwendet, und wenn linke Politiker sämtliche Parteien außer ihren eigenen mit Rechtsradikalismus in Verbindung zu bringen versuchten, würde das beim Bürger nicht mehr verfangen. Linke Akteure würde es versuchen, sicherlich – ich selbst bin vor einigen Tagen auf einer Website unter der Überschrift "gegen Nazis" attackiert worden –, aber man erreicht mit diesem Kasperletheater immer mehr nur die eigene Sekte.

"Als früher genuin Grün/rot-Wähler", schrieb der bekannte Väterrechtler Franzjörg Krieg am 12. Mai auf Facebook, "musste ich in den letzten zwei Jahrzehnten lernen, dass die Probleme von uns Trennungsvätern durch die Misandrie eben dieser Parteien erzeugt und weiter gepflegt werden. Der Wähler straft dies derzeit ab. Und die FDP wird für ihren Mut in Sachen Doppelresidenz belohnt. Wir werden am Sonntag Abend sehen, ob dieser Trend anhält. Die international abgestraften menschenrechtswidrigen Schweinereien lassen sich nicht mehr unter den Teppich kehren und wirken sich mit Zeitverzögerung aus. Das war abzusehen und ist durch diese Parteien selbst zu verantworten. Da wird es parteiintern einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel geben müssen. Personen gibt es schon, die das leisten können. Wir werden inzwischen konsequent abstrafen und abwarten. Es lohnt sich wieder, zur Wahl zu gehen!"



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